Gute Work-Life-Balance stabilisiert Ihren Erfolg

 

Individualität ist das Zauberwort

 

MÜNCHEN (BIERMANN) – Work-Life-Balance wird oft nur als Aufforderung, weniger zu arbeiten und mehr zu leben verstanden. Psychologin Christa Beyrer plädiert in "Zahntechnik Wirtschaft Labor" dafür, nach der eigenen individuellen Balance zu suchen.

Sich mit Work-Life-Balance zu beschäftigen heiße, sich der eigenen Grenzen bewusst zu werden und diese zu respektieren. Denn je besser der Zugang zum eigenen Selbst (wieder) werde, um so mehr stelle sich eine natürliche Ausgewogenheit von Arbeit, Freizeit und Familie von ganz alleine ein.

Zu oft sei man damit beschäftigt, Erwartungen und Anforderungen zu genügen, statt auf eigene Bedürfnisse und Grenzen zu achten. Sei man hingegen in Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen und wisse, was Kopf, Seele und Körper brauchen, falle es leichter, auch mal Nein zu sagen. Nein zu sagen bei übermäßigen Forderungen und Erwartungen von außen, aber auch Nein zu sagen zu inneren Antreibern (z. B. Du musst mehr leisten).

Individualität ist dabei der Schlüssel. Es stellt sich also nicht die Frage nach der „richtigen“ Work-Life-Balance, sondern nach der "individuell richtigen" Balance. Lebenssituation, Ziele, Visionen, Energiehaushalt, Persönlichkeitsstruktur, innere und äußere Ressourcen – all dies sollte dabei berücksichtigt werden. Grenzen müssen immer wieder neu ausgelotet werden, da Energien sich verschieben. Beispielsweise: Eine Zeitlang weniger zu arbeiten und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Dann: Wieder mehr arbeiten, weil die Kinder groß und selbständig geworden sind.

Nur eine gute und dynamische Balance stellt sicher, dass so unterschiedliche Bedürfnisse wie Arbeit, Familie, Freizeit, Gesundheit etc. erfüllt werden und man nicht ausbrennt, weil man einen Bereich auf Kosten anderer überstrapaziert. Wichtig sei, sich bewusst zu machen, dass man kein Opfer seiner Umstände ist, sondern immer Gestaltungsraum für die einzelnen Bereiche seines Lebens hat. Natürlich ist dieser Gestaltungsfreiraum immer von der Rolle abhängig (z.B. Laborinhaber, Angestellter, Vater von drei Kindern oder Single). Doch wer nach Freiräumen Ausschau halte, werde auch welche finden – auch wenn diese nicht groß sind.

Eine individuelle, langfristige Balance (kurzfristig entstehen z. B. durch Arbeitsüberlastung, Krankheit, unvorhersehbare Ereignisse Ungleichgewichte) sichert und bewahrt die eigenen Ressourcen. Wohl, so Beyrer, gebe es keine Sicherheit für Erfolg. Allerdings könne man die Wahrscheinlichkeit für nachhaltigen Erfolg gestalten, indem man immer darauf achte, im Gleichgewicht zu leben und zu bleiben.

Quelle: Zahntechnik Wirtschaft Labor 2010/ Ausgabe 01

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