Ergonomischer Arbeitsplatz in der Zahntechnik

Worauf kommt es an?

DORTMUND (Biermann) – Zahntechniker arbeiten überwiegend mit Fingern und Händen, was Schultergürtel, Unter- und Oberarmen eine statische Funktion abverlangt.  Deshalb sollte der Körper an mehreren Stellen gestützt werden. Dass dies in der Praxis längst nicht immer der Fall ist, zeigt eine Befragung von 61 Zahntechnikern, die in der Broschüre „Sicherheit und Gesundheitsschutz für Zahntechniker“ erschienen ist: 30 Befragte monierten fehlende Armstützen, 28 fehlende Fußstützen. Eine schlechte Rückenabstützung beklagten acht Befragte, während 18 ihren Arbeitsstuhl generell für schlecht befanden.

Als Kritikpunkte wurden ferner zu wenig Ablagen und zu kleine/kurze/niedrige Schubladen sowie Mängel in punkto Staubabsauganlage (nicht vorhanden, zu laut oder zu geringe Saugleistung) häufiger genannt. Eine fehlende zusätzliche einstellbare Beleuchtungsmöglichkeit kritisierten 18 der 61 Befragten, eine zu hoch über dem Arbeitsplatz angebrachte Beleuchtung sieben.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat in der genannten Broschüre das Anforderungsprofil an einen ergonomisch gestalteten Zahntechniker-Arbeitsplatz beschrieben. Demnach sind „die Elemente Arbeitsstuhl, Fußstütze, Armauflagen, Arbeitsblock, Absaugung, Sicherheitsscheiben, Systemträger für Bunsenbrenner, Motorhandstücke und Turbine und Arbeitsplatzleuchte funktionell und ergonomisch aufeinander abgestimmt“.

Dazu konkretisiert die BAuA, dass der Arbeitsstuhl individuell einstellbar sein muss, die Fußstütze höhenverstellbar und die beiden Armauflagen verstell- und ebenso wie der Arbeitsblock entfernbar (um alle zahntechnischen Arbeiten zu ermöglichen). Die räumliche Anordnung der Stützelemente müsse variabel sein, unterstreicht die BAuA.  

Sie rät zu einer wirksamen Absaugung sowie einer Sicherheitsscheibe, da Schutzbrille und Atemschutzmasken den Komfort des Zahntechnikers erheblich beeinträchtigten. Der Bunsenbrenner müsse – um Verbrennungsgefahren zu reduzieren – fest in einer Halterung sitzen, die ihrerseits frei beweglich ist. Dabei solle sich das Handstück, damit es sicher gegriffen werden kann, auf einem Träger befinden, der wiederum am Installationskanal befestigt ist und die Arbeitsplatte frei von Kabeln und Schläuchen halten soll.

Die BAuA streicht zudem die Vorzüge eines Bordsystems heraus: In Verbindung mit dem Installationsträger werde so das Abstellen und Einhängen von Arbeitsschalen im erweiterten Greifraum sowie der Anbau von z.B. Sicherheitsscheibe oder Mikroskopträger möglich. An einem Bordstativ lasse sich die höhenverstellbare Arbeitsplatzleuchte anbringen. Bei dieser sei zu beachten, dass sie weder die Nachbararbeitsplätze blendet noch Schaden durch den Bunsenbrenner nimmt.

Diese Informationen wurde der Broschüre „Sicherheit und Gesundheitsschutz für Zahntechniker“ entnommen, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zum kostenlosen Download anbietet.

Quelle: Mall, G.; Mall, H.: Sicherheit und Gesundheitsschutz für Zahntechniker. Tipps für einen gesundheitsverträglichen Zahntechnikerarbeitsplatz; 2. Auflage. Dortmund: 2006. (Quartbroschüre: Allgemein) ISBN: 3-88261-501-X, 36 Seiten, Papier, PDF-Datei



© MedCon Health Contens AG

Ihr Direktservice

Login

Warenkorb0

enthält keine Produkte


Direktbestellung

Call Back

Rückrufgrund
 
 
 
 
 

Katalog anfordern

Katalog wählen



Zuletzt angesehen

bisher keine Produkte angesehen