Verspannter Nacken, brennende Augen, schmerzender Kopf:

Warum sich im Zahntechniklabor die Arbeitsplatzbrille lohnt

DORTMUND (Biermann) – Ab dem Alter von 50 Jahren kann die Arbeit für Zahntechniker mitunter mühsam werden. Die Liste der Beschwerden reicht von Schulter- und Nackenverspannungen über Kopfschmerzen, unscharfes Sehen, Doppelbilder, geröteten Augen, Tränen, Juckreiz, Druckgefühl, und Brennen bis hin zu Augenschmerzen.

Der Grund dafür liegt nicht nur in der im Nahbereich nachlassenden Sehkraft, sondern auch in der oft zur Abhilfe eingesetzten traditionellen Gleitsichtbrille. Wer damit arbeitet, dem stehen für nahe und mittlere Entfernungen nur relativ kleine Sehbereiche zur Verfügung.  Die Folge ist der sogenannte „Schlüssellocheffekt“, der eine ergonomisch ungünstige Arbeitshaltung erzwingt.

Für Zahntechniker ist es wichtig, in einer Entfernung von circa 20 bis 80 cm scharf zu sehen – in diesen Bereich entfallen etwa 80 Prozent ihrer Tätigkeit – und den gesamten Arbeitsplatz überblicken zu können. Nur so ist gewährleistet, dass die Werkzeuge präzise gesehen sowie in die Hand genommen werden können und kleine Aufschriften auf Flaschen und Behältern auch lesbar sind.

Die Lösung für Zahntechniker kann daher in einer Arbeitsplatzbrille bestehen – einer Gleitsichtbrille, die so angefertigt wird, dass der Brillenträger den Bereich zwischen 20 und 80 cm präzise erkennen kann. Wichtig ist auch eine ausreichende Entspiegelung, da das künstliche Licht am Arbeitsplatz zu störenden Reflexen führen kann. Ferner lohnt sich eine spezielle Beschichtung der Kunststoffgläser (Glas ist eher zu schwer), die eine leichte Reinigung ermöglicht und Schmutz nicht so stark anzieht. Mit solch einer auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmten Arbeitsplatzbrille können Rücken und Augen wieder entspannen.

Allerdings gibt es auch einige Einschränkungen, auf die unbedingt hingewiesen werden muss: Mit der Arbeitsplatzbrille ist es nur schwer möglich, im Raum umherzugehen, da es zu Schwindelgefühlen kommen kann. Alles, was mehr als einen Meter entfernt ist, wird unscharf wahrgenommen. Autofahren mit Arbeitsplatzbrille ist zudem gänzlich tabu.

Diese Informationen wurde der Broschüre „Sicherheit und Gesundheitsschutz für Zahntechniker“ entnommen, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin anbietet. Hier geht es zum kostenlosen Download.


Quelle: Mall, G.; Mall, H.: Sicherheit und Gesundheitsschutz für Zahntechniker. Tipps für einen gesundheitsverträglichen Zahntechnikerarbeitsplatz; 2. Auflage. Dortmund: 2006. (Quartbroschüre: Allgemein) ISBN: 3-88261-501-X, 36 Seiten, Papier, PDF-Datei





© MedCon Health Contens AG

Ihr Direktservice

Login

Warenkorb0

enthält keine Produkte


Direktbestellung

Call Back

Rückrufgrund
 
 
 
 
 

Katalog anfordern

Katalog wählen



Zuletzt angesehen

bisher keine Produkte angesehen