Internationale Dentalschau 2015

Digitaler Alltag im Zahntechniklabor

BERLIN (Biermann) – Vom 10. bis zum 14. März fand dieses Jahr die Internationale Dentalschau in Köln statt. Im Vorfeld hat Uwe Breuer, Präsident des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI), zur Europäischen Fachpressekonferenz das Statement „Zahntechnik ist ‚Meister‘-Handwerk“ veröffentlicht, in dem unter anderem die Digitalisierung im Zahntechniklabor thematisiert wird.

Demnach schreitet die Digitalisierung bei Zahnarzt und Zahntechniker unaufhaltsam voran. In der Praxis würden neue und veränderte Behandlungsprozesse die Praxisstrukturen, im Labor neue Fertigungsverfahren die betrieblichen Strukturen erheblich verändern.

Die Anwendung etwa der CAD- und CAM-Technologie sei bereits integraler Bestandteil des einheitlichen Berufsbildes im Zahntechniker-Handwerk und damit untrennbar den ordnungspolitischen Regelungen, hier insbesondere dem Meisterprinzip, unterworfen, heißt es in der Stellungnahme. Umfassende Kurse für alle Auszubildenden würden seit zwei Jahren flächendeckend in der überbetrieblichen Ausbildung verpflichtend angeboten.


Die Stellungnahme liefert auch eine Übersicht über den Einzug der Digitalisierung in die deutschen Zahntechniklabore. Demnach wird die Scannertechnologie mittlerweile von einem Großteil der zahntechnischen Meisterlabore genutzt. In einer Sonderumfrage des VDZI zu digitalen dentalen Technologien hätten rund 80 Prozent der Labore angegeben, dass sie zumindest über ein Gerät verfügen.


Darüber hinaus verfüge knapp jedes zweite dieser Labore auch über die Möglichkeit, auf eigenen Geräten zu fräsen. Von diesen Laboren mit eigenen Fräsmaschinen würden sowohl Kunststoff als auch Hochleistungskeramik und Nichtedelmetall-Legierungen verarbeitet, heißt es im Statement.


Im Bereich CAD/CAM greife ein weiterer großer Teil der Labore auch auf die Dienstleistungen Dritter zurück. Dabei wachse die Anzahl der Labore, die in zwischenbetrieblichen Kooperationen die Produktionsmöglichkeiten gemeinsam nutzen. Solche Produktionsnetzwerke der zahntechnischen Meisterbetriebe sind laut Breuer für die Marktstrukturen, in denen das zahntechnische Labor den Zahnärzten wohnortnah für den Patienten jede zahntechnische Versorgungslösung bereitstellen kann, auch am besten geeignet.


Breuer betont, dass dieses wohnortnahe Angebot weiterhin durch die Meisterbetriebe gesichert werden müsse, da Neuanfertigung von Zahnersatz oder CAD/CAM nicht alles sei. Das zahntechnische Labor in Deutschland müsse Tag für Tag mehr als 50 Prozent seiner Aufträge als eilbedürftige Reparaturen oder Erweiterungen von bereits getragenem Zahnersatz erfüllen.


Der VDZI-Präsident sieht die neuen Möglichkeiten einer gemeinsamen Strategie von Zahnarzt und zahntechnischem Meisterbetrieb in punkto Patienteninformation, Beratung und Planung patientengerechter Versorgungslösungen noch weitgehend ungenutzt.  Zudem führe die Digitalisierung zu neuen Abstimmungen der Behandlungs- und Herstellungsprozesse.


Das gesamte Statement, dessen Fokus auf der Bewahrung der Zahntechnik als „Meister“-Handwerk liegt, ist unter http://www.vdzi.net/news/news-einzelansicht/article/zahntechnik-ist-meister-handwerk.html nachzulesen.

Quelle: VDZI, 09.12.2014



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