Allergien aus dem Dentallabor


Kenntnis des Gefährdungspotenzials beklagenswert gering

ASCHAFFENBURG (MedCon) Von Hauterkrankungen sind Zahntechniker besonders betroffen – gehört für sie doch der Umgang mit Stoffen, die die Haut gefährden, zum Alltag. Doch der Kenntnisstand über das Gefährdungspotenzial sei beklagenswert gering, so Zahntechniker Rafael J. de la Roza in Zahntechnik Wirtschaft Labor. De la Roza nennt die wichtigsten Gefahrenquellen.

Beruflich bedingte Hauterkrankungen bei Zahntechnikern sind überwiegend Kontaktekzeme. Meist tritt das allergische oder toxische Kontaktekzem an der Hand auf, macht sich durch Rötungen, Schuppungen, Entzündungen, Hautverdickungen und Hautrisse bemerkbar. Wird die Haut über einen längeren Zeitraum Reizstoffen ausgesetzt, die nur schwach hautschädigend wirken, kann sich ein chronisches Kontaktekzem entwickeln. Dazu gehören im Dentallabor z. B. Säuren, Wasch-, Reinigungs- und Spülmittel, aber auch Feuchtarbeit.

Das allergische Kontaktekzem ist in seiner akuten Form eine allergische Sofortreaktion.
Wichtigste Allergieauslöser sind die Kunststoffe (Acrylate). Kommt es etwa beim Formen zu Hautkontakten mit dem Material, sind allergische Hautveränderungen besonders an den Fingerkuppen, -kanten und am Fingerrücken häufig die Folge. Verursacht werden sie durch die nicht auszurottende Unsitte, die Finger mit Monomerflüssigkeit zu benetzen, um die Kunststoffe zu glätten.

Doch Methylmethacrylat sowie Methacrylatabkömmlinge haben außer ihrem allergieauslösenden Potenzial auch eine hautreizende Wirkung, da sie die Haut entfetten. Dadurch wird die Barrierefunktion der Haut beschädigt, dieselbe Wirkung hat Feuchtarbeit.

Weitere Auslöser sind auch mechanische Reize in Form von Stäuben, die bei der Bearbeitung von Gips-, Metall-, Keramik- und Kunststoffteilen freigesetzt werden. Im Dentallabor sind das vor allem Gipsstäube beim Anrühren von Gips, Metallstäube beim Trennen, Schleifen und Polieren sowie PMMA (Polymethacrylsäuremethylester)-Stäube beim Bearbeiten ausgehärteter Kunststoffe.

Quelle: Zahntechnik Wirtschaft Labor Heft6/2008

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