Zirkoniumdioxid-ZrO2


Comeback einer altbewährten Methode

MÜNCHEN (MedCon) Seit 1994 wird Zirkon aufgrund seiner Härte in der Zahntechnik vielfältig verwendet. Vor 4,4 Milliarden Jahren entstanden, ist es das älteste bekannte Mineral der Erde.

Wie Zahntechnikerin Iris Burgard erklärt, stammt der Name Zirkon wahrscheinlich aus dem persischen zargun (goldfarben) oder dem arabischen zarqun (Zinnober). In der Natur ist Zirkon in magmatisches Gestein wie Granit eingebettet.

Zirkoniumdioxid-ZrO2 kommt in der Regel nicht in reiner Form vor, sondern enthält mehr oder weniger Verunreinigungen. Das am meisten enthaltene Element ist Silizium: Siliziumoxid macht zirka ein Drittel aus.

Auch wenn in der Zahntechnik von Zirkoniumdioxid gesprochen wird, wird hier kein reines Zirkonium verwendet. Denn reines Zirkoniumdioxid würde zu hohe Spannungen verursachen, deshalb wird im Dentalbereich nur legiertes Zirkoniumoxid verwendet.

In der Zahntechnik hat sich bewährt, Gerüste für Kronen oder Brücken aus Weißlingen zu fräsen. Das sind vorgesinterte Blöcke, die stabil genug sind, um die Gerüste aus dem Block zu fräsen. Sie werden aus Grünlingen vorgesintert, die aus reinem Pulver gepresst werden.

Durch die natürliche Schrumpfung des Weißlings während des Sinterns müssen die Gerüste ca. 20 Prozent größer als die endgültige Krone gefräst werden. Mit der CAD/CAM-Technik ist dies kein Problem, denn die Software des Computers berücksichtigt die Schrumpfung.

Da Zirkoniumoxid nach dem Sintern hochweiß ist, muss man es für Zahnersatz entweder mit Opaquer überziehen oder das gefräste Gerüst schon vor dem Sintern einfärben. Nach dem Sintern sind nur noch sehr geringe Korrekturen beim Aufpassen notwendig, dann kann man die Gerüste schon verblenden.

Zirkoniumdioxid, so Burgard, werde sich aufgrund seiner optischen und guten mechanischen Eigenschaften weiterhin steigender Beliebtheit in der Zahntechnik erfreuen. Denn es ist hochfest, zahnfarben, biokompatibel und noch dazu mit verschiedenen Keramikmassen verblendbar. Da die Goldpreise nach wie vor steigen, seien Zirkonkeramikkronen für den Patienten kaum noch teurer und würden damit immer attraktiver.

Quelle:
ZWL Zahntechnik Wirtschaft Labor
Jahr: 2009 Ausgabe: 01

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