Presskeramiken

Verblenden leicht gemacht

BREMEN (BIERMANN) – Ästhetik und Biokompatibilität stimmen: Keramiken erfreuen sich bei Patienten und Zahntechnikern stetig wachsender Beliebtheit. Dennoch, so Zahntechniker Jörg Fasel in „Zahntechnik Wirtschaft Labor“, halte sich das Vorurteil, der Werkstoff sei teuer und komplex in der Verarbeitung.

Das, so Fasel, müsse nicht sein, greife man zur Presskeramik. Die Überpresskeramik kombiniere die sichere und einfache Anwendung mit reproduzierbarer Ästhetik und biete dem Zahntechniker eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten. Dazu zählten „3 in 1“-Lösungen zur Herstellung metallbasierter keramischer Restaurationen in Mal- oder Press-Schichttechnik sowie das vollkeramische Pressen von Inlays, Veneers und oft auch Einzelkronenversorgungen.

Das Schöne an der Presskeramik sei, sagt Fasel, dass Techniker den Umgang damit in sehr kurzer Zeit erlernen können. Während sich an Keramikarbeiten oft nur spezialisierte und erfahrene Keramiker wagen, könne mit Presskeramik nach kurzer Einarbeitung fast jeder Zahntechniker im Labor arbeiten.

Innovative Presskeramiksysteme ermöglichen die Rekonstruktion quasi naturidentischer Zähne, deren Indikationsbereich von Einzelzahnrestaurationen über kleine bis zu weitspannigen Brücken reicht. Überpresst werden können Gerüste aus Edelmetall-, edelmetallfreien Aufbrennlegierungen oder aus Zirkonoxid.  Die Überpresstechnik ermöglicht es, hochwertige Ergebnisse mit wirtschaftlicher Arbeitsweise zu verbinden.

Ist das Metallgerüst ausgearbeitet, abgestrahlt und opakisiert, geht es ans Modellieren. Der Techniker rekonstruiert dabei lediglich die individuellen anatomischen Zahnformen mittels Wax-up. Die schrumpfungsfreie Presskeramik entspricht nach der Pressung exakt der zuvor modellierten Form, alle Okklusalkontakte oder Kontaktpunkte werden 1:1 aus der Wachsmodellation in die Verblendung umgesetzt. Bevorzugte Einsatzbereiche sind Frontzahnrestaurationen und größere prothetische Arbeiten.

Als wirtschaftliche Alternative zur manuellen Modellation lässt sich das Wax-up ebenso wie das Metallgerüst dank CAD/CAM-Technologie automatisch erstellen. Die ausmodellierten Objekte werden auf einem Presssockel positioniert und eingebettet. Die eingebettete Modellation wird ausgebrannt und in die entstandene Hohlform die Presskeramik hineingepresst. Der Techniker wählt Ingots der gewünschten Farbe und fügt in der Maltechnik später einfach mittels Pinsel das Chroma und die Charakterisierung hinzu. In der Press-Schichttechnik wird der reduzierte Schneideanteil mit Individualmassen aufgebaut.

Nach dem Ausbetten wird das Pressobjekt auf dem Modell aufgepasst. Sollten Korrekturen am überpressten Objekt notwendig sein, stehen dem Zahntechniker Korrekturmassen zur Verfügung. Abschließend werden nach Bedarf Farben aufgetragen. Durch verschiedene fluoreszierende und/oder opake Malfarben können Spezialeffekte erzielt werden. Nach dem Glasurbrand werden die Objekte befestigt.

Das Ergebnis, so Fasel, überzeuge Techniker und Patienten gleichermaßen: Zu günstigen Konditionen mit überschaubarem Aufwand lassen sich mit Überpresskeramiken Resultate ohne Indikationseinschränkung von hervorragender Ästhetik erzielen.

Quelle: Zahntechnik Wirtschaft Labor ZWL 2010, Ausgabe 05, S. 24ff

zum Bericht "Verblendung auf einfache Art und Weise"

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