Ästhetische Richtlinien für den natürlichen Zahnersatz


Formenlehre der Frontzähne

MÜNCHEN (BIERMANN) – Zahnersatz muss passen – auch zum Gesicht. Zahntechniker Björn Maier stellt in „Zahntechnik Wirtschaft Labor“ die Formenlehre der Frontzähne vor.

Sieht man von der Zahnstellung und -farbe ab, bleibt die „Zahnform“. Diese setzt sich aus zwei Faktoren zusammen: Der Grundform des Zahnes (definitive Breite) und den Randleisten des Zahnes (optische Breite). Das Zusammenspiel aus optischer und definitiver Breite führt zu den unterschiedlichsten Zahnformen. Dennoch lassen sich drei prinzipiell unterschiedliche Zahnformen unterscheiden, man spricht von „Kretschmer´schen Konstruktionstypen“.

Demnach hat eine athletisch gebaute Person mit kantigem Gesicht eine quadratische Zahnform. Die hagere (leptosome) Person mit spitzem Kinn weist eine dreieckige Zahnform auf und der Mensch mit leicht rundlichem Körperbau (Pykniker) verfügt über die ovale Zahnform. Die Einteilung ist ziemlich grob und wurde deshalb durch das Dentogonic Concept ersetzt, das auch klinische, intraorale und faziale Verhältnisse berücksichtigt.

Von mesial lassen sich nun folgende Merkmale ableiten: Der ovale Anatomietyp, der dreieckige Anatomietyp und der quadratische Anatomietyp. Hauptmerkmal des ovalen Anatomietyps sind die gut entwickelten labialen Randleisten, die Zähne weisen starke labiale Vertiefungen und breite Übergangsflächen auf.

Auch beim dreieckigen Anatomietyp sind die mesialen und distalen Randleisten gut ausgeprägt, allerdings nicht so stark wie beim ovalen Typ. Zähne des dreieckigen Anatomietyps haben ausgeprägte labiale und approximale Vertiefungen. Beim quadratischen Anatomietyp fallen die wenig ausgeprägten Randleisten auf, die den Zahn etwas ausdruckslos erscheinen lassen. Die zentrale Leiste auf der labialen Fläche ist sehr gut ausgeprägt und von inzisal betrachtet sehr prominent.

Diese vielen Eigenschaften sind bei der Rekonstruktion eines Einzelzahnes noch recht einfach, denn es liegen genügend „dentale Anhaltspunkte“ vor. Deutlich schwerer liegt der Fall, wenn der komplette Frontbereich oder der gesamte Kiefer zu ersetzen ist. Dafür ist die Vertrautheit der einzelnen Merkmale sehr wichtig.

Ein wichtiges Hilfsmittel zur Bestimmung der definitiven Breite der Zähne ist die Nasenbasis. Denn die Breite der Nasenbasis stimmt meist mit der Breite der Frontzähne überein. Bei der Bestimmung zur Länge der Frontzähne spielt das Alter des Patienten eine große Rolle.

Zur Ermittlung und Erzielung der ästhetischen Harmonie empfiehlt Maier eine Drei-Punkt-Vorgehensweise:

  1. Analyse des fazialen Bereichs, „Typ Mensch“.
  2. Analyse des dentofazialen Bereichs „Lippen-Nasentyp“
  3. Analyse des dentalen Bereiches (Restbezahnung, Bisssituation)



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Quelle: Zahntechnik, Wirtschaft, Labor, 2010 Ag. 06

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