Sandstrahlen von Y-TZP-Gerüsten


Dauerstabilität verblendeter Einzelkronen leidet etwas

ZÜRICH (BIERMANN) – Einer neuen Schweizer Studie zufolge führt das Sandstrahlen von Zirkonoxid-Gerüsten nach künstlicher Alterung zu einer tendenziellen, aber teils auch signifikanten Abnahme der Bruchlastwerte verblendeter Einzelkronen.

Diese Untersuchung des Teams um Dipl. Ing. Bogna Stawarczyk von der Klinik für Kronen- und Brückenprothetik, Teilprothetik und Zahnärztliche Materialkunde des Zahnärztlichen Institutes in Zürich wurde kürzlich bei der 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien in Hamburg (DGPro) vorgestellt.

Wie die Forscher in ihrer Zusammenfassung beschreiben, wurden 360 anatomisch unterstützte Y-TZP-Gerüste (ZENO ZR, Wieland Dental) gefräst und nach Herstellerangaben gesintert. Anschließend wurden sie nach dem Zufallsprinzip in eine von drei Hauptgruppen (je n = 120) eingeteilt: Gruppe 1 – Triceram, Dentaurum, Gruppe 2 – Zirox, Wieland Dental, Gruppe 3 – VITA VM 9, VITA-Zahnfabrik.

Die Gerüste wurden dann jeweils in fünf Untergruppen (n = 24 ) vorbehandelt: Während Untergruppe A unbehandelt blieb und als Kontrolle diente, wurde Untergruppe B innen mit 50 µm Alumina innen sandgestrahlt, Untergruppe C ebenfalls innen, aber mit 110 µm Alumina und in den Untergruppen D und E erfolgte das Sandstrahlen außen (D mit 50 µm Alumina und E mit 110 µm Alumina). Die Sandstrahlung dauerte jeweils 10 s pro Krone und erfolgte mit einem Druck von 2 bar. Abschließend verblendeten die Forscher alle Zirkonoxid-Gerüste mit Hilfe einer Verblendschablone formkongruent.

Die Bruchlast wurde bei jeweils 12 Prüfkörpern aus jeder Untergruppe direkt geprüft, bei der anderen Hälfte nach einer künstlichen Kausimulation mit 1,2 Millionen Kauzyklen mit gleichzeitigem Thermolastwechsel (5°C/50°C).

Die Auswertung ergab, dass das Sandstrahlen bei allen initial geprüften Gruppen zu tendenziell höheren Bruchlastwerten führte als bei den Kontrollgruppen. Bei zwei Verblendkeramiken (Triceram, VM9) waren sie sowohl bei den innen als auch bei den außen mit 100 mm sandgestrahlten Kronen höher als in den entsprechenden Kontrollgruppen.

Nach der künstlichen Alterung wurden bei den von innen sandgestrahlten Gruppen tendenzielle niedrigere Bruchlastwerte gefunden als in den Kontrollgruppen. Bei der Triceram-Verblendkeramik waren sie sogar statistisch signifikant (Triceram Kontrollgruppe 1076 N, 50 µm: 966 N, 110 µm 780 N).

Bei den Gerüsten, die von außen sandgestrahlt und anschließend verblendet worden waren, fielen die Bruchlastwerte bei allen drei Verblendkeramiken signifikant kleiner aus als in den Kontrollgruppen (637-966 N vs. 963-1076 N)

Quelle: 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien

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