Vollkeramische Molarenkronen


CAD/CAM gefertigte Verblendungen sind weniger anfällig als geschichtete

HEIDELBERG (Biermann) – Wie wirken sich unterschiedliche Verblendungstechniken auf die Bruchlast von Molarenkronen aus? Dieser Frage gingen Prof. Marc Schmitter und seine Kollegen von der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik in Heidelberg in einer Untersuchung nach.

Die Ergebnisse ihrer Studie stellten sie bei der 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPRO) im Mai in Hamburg vor. Sie zeigen, dass im Rahmen einer künstlichen Alterung CAD/CAM gefertigte Verblendungen weniger anfällig für ein Versagen sind als geschichtete Verblendungen. Ein weiterer Befund war, dass CAD/CAM-Verblendungen aus Lithiumdisilikatkeramik höhere Bruchlasten aufwiesen als solche aus Feldspatkeramik.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler einen Molaren in einer Nichtedelmetalllegierung mehrfach doubliert und für diese Präparation Zirkonoxid-Käppchen mit einer Wandstärke von zirka 0,6 Millimeter konstruiert, gefräst und gesintert. Die Käppchen wurden – in drei Gruppen à 16 Prüfkörper – entweder mit CAD/CAM verblendet (Gruppe 1: Feldspatkeramik, Cerec Blocs Gruppe 2: Lithiumdisilikatkeramik, e.max CAD) oder händisch (Vita VM9, keine Langzeitabkühlung).

Während die Verblendungen in Gruppe 1 mittels Panavia 2.0 mit dem Käppchen verbunden wurden, setzten die Forscher in Gruppe 2 zu diesem Zweck Glaslot ein. Auf die Zementierung auf die Metallstümpfe folgte die künstliche Alterung mit abschließender zerstörender Prüfung.

Bei den Molarenkronen ohne Alterung betrugen der Durchschnittswert in Gruppe I 395 N, in Gruppe II 1567 N und in Gruppe III 1166. Wie das Team um Schmitter beobachtete, versagten während der künstlichen Alterung in Gruppe III sieben Prüfkörper.

Nach der künstlichen Alterung sahen die Durchschnittswerte für die noch intakten Molarenkronen folgendermaßen aus: 437 N in Gruppe I, 1642 N in Gruppe II und 934 N in Gruppe II. Die statistische Auswertung mittels nonparametrischer Tests ergab ferner, dass sich die Initial- und die Restbruchlast der Gruppen I und II signifikant unterschieden.

Quelle: Abstractband zur 60. Jahrestagung der DGPRO, S. 25

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