Implantatprothetik in prothetisch ungünstigen Situationen


Individuell gefertigte CAD/-CAM-Abutments können eine Lösung bieten

FRANKFURT/MAIN (Biermann) – Längst nicht immer bringt ein Patient günstige Voraussetzungen für eine Implantatversorgung mit. Doch auch in solchen Fällen kann mit einem zuverlässigen Implantatsystem in Kombination mit der VADTM-Technologie eine Lösung gefunden werden.

Bei der 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien stellte ein Team um Dr. Jan Brandt von der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Goethe-Universität in Frankfurt am Main den Fall eines jungen Mannes mit operierter Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKG) vor.  

Dieser Patient stellte sich mit inseriertem Implantat regio 12 an der Klinik zur definitiven Versorgung vor. Ihm war ein Astra-Tech Implantat (Osseo SpeedTM 4,0S 11mm) nach Augmentation und Gingivoplastik im Bereich der LKG-Spalte implantiert worden. Doch aufgrund der Lokalisation des Implantats in der LKG-Spalte und der parodontalen Vorschädigung der Nachbarzähne habe sich ein ungünstiges Kronen-Implantat-Verhältnis ergeben, schreiben die Autoren des Fallberichts. Aus diesem Grund habe der Hauszahnarzt bereits die Behandlung verweigert.

Zu Therapiezwecken legten die behandelnden Zahnmediziner das Implantat frei und nahmen eine Gingiva-Ausformung mittels Healing-Abutment vor. Da sie bei einem präfabrizierten Abutment Komplikationen voraussahen, strebten sie ein CAD/CAM-gefertigtes Titanabutment (AtlantisTM) an.

Für den Scan-Vorgang wurde ein Wax-up erstellt, das eine notwendige Abutmentlänge von 17 mm zeigte. Bei der Konstruktion des Abutments im CAD-Verfahren arbeiteten Zahntechnikermeister, Zahnarzt und Atlantis VADTM zusammen. Die Herstellung sei im CAM-Verfahren erfolgt, schreibt das Team um Brandt.

Mit dem Cara-System (Heraeus Kulzer Hanau) wurde ein Zirkondioxidgerüst hergestellt, das vom Zahntechnikermeister konventionell verblendet wurde. Abschließend sei nach einer Kompositverbreiterung des Zahnes 13 mittels Säure-Ätz-Technik (Venus® Diamond, Heraeus Kulzer Hanau) die Vollkeramik-Krone mit einem provisorischen Befestigungszement (RelyXTM Temp NE, 3M Espe Seefeld) eingegliedert worden, schildern Brandt und Kollegen.

Quelle: Abstractband zur 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien, S. 39

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