2-Körper-Verschleiß: Rate von CAD/CAM-Komposit-Blöcken und ihren Schmelzantagonisten


Telio-CAD bei Abrasionswert so gut wie Glaskeramik, schädigt Schmelz aber weniger

MÜNCHEN (Biermann) – Komposite für CAD und CAM zeigen gute mechanische Eigenschaften und können für Langzeitrestaurationen verwendet werden. Doch wie ist es um die Abrasionsrate dieser Komposite und ihrer Zahnschmelz-Antagonisten bestellt? Mit dieser Frage befasste sich ein Wissenschaftlerteam um Dr. Bogna Stawarczyk von der Münchener Ludwig-Maxilimilians-Universität.

Um den Zwei-Körper-Verschleiß zu testen, wurden 42 Abrasions-Prüfkörper (6 pro Material) aus fünf CAD/CAM-Kompositen [ZENO PMMA (ZP), artBloc Temp (AT), Telio CAD (TC), Blanc High-class (HC), CAD-Temp (CT)] und einem manuell polymerisierten Kunststoff [Integral Esthetic Press (negative Kontrollgruppe, IEP)] sowie einer Glaskeramik [VITA Mark II (positive Kontrollgruppe, VM2)] hergestellt.

Die Prüfkörper für die Abrasionsbeständigkeit wurden zusammen mit humanen Schmelzantagonisten in einer Maschine mittels thermomechanischer Belastung (49 N, 1,67 Hz, 5/50°C) einer künstlichen Alterung unterzogen. Der Materialverlust aller Prüfkörper vor, während und nach der Alterung wurde mit einem 3DS-Profilometer evaluiert. Die Daten zum gemessenen Materialverlust aller getesteten Gruppen wurden statistisch mit einer Analyse des linearen gemischten Modells ausgewertet (a=0,05).

Wie die Ergebnisse belegen, zeigte der manuell polymerisierte Kunststoff eine signifikant höhere Materialabrasion als alle anderen getesteten Gruppen (P<0,001). Die Glaskeramik wies hingegen signifikant niedrigere Abrasionswerte auf als die CAD/CAM-Komposite ZP, AT, HC, CT und IES. Das CAD/CAM-Komposit TC habe sich nicht signifikant von der positiven Kontrollgruppe unterschieden, merken die Autoren an.

Die Glaskeramik führte von allen getesteten Werkstoffen zu den höchsten Werten bei der Zahnschmelzabrasion (P<0,001). Die Komposite führten nicht zu unterschiedlicher Abrasion des Zahnschmelzes. Bei der Glaskeramik-Gruppe fanden sich bei 50 Prozent der Prüfkörper Schäden in Form von Rissen auf der „abgenutzten“ Zahnschmelz-Oberfläche.

Die CAD/CAM-Komposite hätten geringere Abrasionsraten gezeigt als herkömmlich polymerisierte, bilanzieren die Studienautoren. Nur ein CAD/CAM-Werkstoff, TC, habe Werte bei der Materialabrasion gezeigt, die denjenigen von Glaskeramik vergleichbar sind. Allerdings führte die getestete Glaskeramik zu Rissen im Schmelzantagonisten und wies bei der Zahnschmelzabrasion die höchsten Werte aller getesteten Gruppen auf.

Quelle: Journal of Prosthetic Dentistry 2013; 109(5):325–332;
http://www.thejpd.org/article/S0022-3913(13)60309-1/abstract



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