Bearbeitbare Lithiumdisilikat-Keramik

Zementfarbe und -dicke nicht ohne Einfluss

ALTON (Biermann) – Über die Effekte der Zementfarbe und -dicke auf die Farbe von maschinell bearbeitbarer Lithiumdisilikat(MLD)-Keramik, die auf Restaurationen mit Metallgerüst befestigt wird, war bislang nichts bekannt. Aus diesem Grund evaluierten Dr. Eva Niu von der Southern Illinois University in Alton und ihre Kollegen in einer aktuellen Studie die Effekte von Zementfarbe und -dicke auf die Farbidentität von MLD-Restaurationen, die auf Silber-Palladium(Ag-Pd)-Gerüsten befestigt wurden.

Die Autoren erstellten 15 1,5 mm dicke Keramik-Musterstücke aus Lithiumdisilikat-Blöcken der Farbe A1-LT. Dann befestigten sie fünf Kompositzemente unterschiedlicher Farben und Opazitäten (Multilink Automix White Opaque, Multilink Automix Yellow, Nexus3 White Opaque, Nexus3 White, Nexus3 Yellow) und drei unterschiedlicher Dicken (300 μm, 100 μm, 50 μm) sequentiell auf einen aufgerauten Block für Restaurationsgerüste aus einer Ag-Pd-Legierung.

Mit einem tragbaren Spektrophotometer erstellten Niu und ihr Team fünf Farbmessungen, nachdem sie die Keramik-Musterstücke optisch mit jedem Zement-Gerüstblock verbunden hatten. Dabei zeichneten sie die Farbunterschiede (ΔE) zwischen jeder Musterstück-Montage und dem Zielblock  (einem 14×14×12-mm kristallisierten e.max Block der Farbe A1 LT) anhand des CIE (Commission internationale de l'éclairage) L*a*b*-Systems auf.

Wie sich zeigte, beeinflussten sowohl Zementfarbe als auch Zementdicke signifikant die durchschnittlichen Werte der Farbunterschiede (ΔE) der Lithiumdisilikatkeramik-Montagen auf den Zielblock (P<0,001).

Von den fünf getesteten Zementen beobachteten die Wissenschaftler die niedrigste ΔE für den Nexus3 White Opaque Cement, und die 100-μm-Dicke führte zu der niedrigsten durchschnittlichen  ΔE. Darüber hinaus waren die Mittelwerte von ΔE bei den Kombinationen mit Nexus3 White Opaque der Zementdicken 100 μm und 300 μm (P<0,001 respektive P=0,022) unter dem klinisch wahrnehmbaren Level (ΔE<2,6).

Mittelwerte von ΔE, die unter dem klinisch akzeptablen Level (ΔE<5,5) lagen, beobachteten die Forscher bei den folgenden Kombinationen: Nexus3 White Opaque in einer Dicke von 50 μm, Nexus3 White und Nexus3 Yellow bei allen getesteten Zementdicken sowie Multilink White Opaque oder Multilink Yellow in den Zementdicken 50 μm und 100 μm (P<0,001). Hingegen lagen die Mittelwerte der ΔE bei Multilink White Opaque und Multilink Yellow in der Zementdicke 300 μm über dem klinisch akzeptablen Level (ΔE>5,5).

„Die Farben der maschinell bearbeitbaren Restaurationen aus Lithiumdisilikatkeramik, die auf einer AgPd-Grundlage platziert waren, wurden sowohl durch die Farbe als auch die Dicke der Zemente beeinflusst“, bilanzieren die Studienautoren. Von den fünf in dieser Studie untersuchten Zementen führte der Nexus3 White Opaque Cement mit 100 μm oder 300 μm zu Farbübereinstimmungen, die – in Relation zum Zielblock – unter der klinisch wahrnehmbaren Schwelle lagen.

Quelle: Journal of Prosthetic Dentistry 2014;111(1):42-50. dx.doi.org/10.1016/j.prosdent.2013.09.005



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