Zuverlässigkeit von Verblendkeramik

Effekt unterschiedlicher Restaurationsmaterialien in vitro untersucht

SEATTLE (Biermann) – Implantatgetragene, mit Porzellan verblendete Restaurationen zeigen eine höhere Rate an Porzellanfrakturen als zahngetragene Restaurationen. Bei vollständig zahnlosen Patienten besteht ein Ansatz, um Porzellanfrakturen zu minimieren, darin, im Unterkiefer Acrylharz zu verwenden, wenngleich die Effektivität dieses Ansatzes nicht belegt ist.

Daher evaluierten Matthew R. Anderson von der University of Washington in Seattle, und seine Kollegen die Zuverlässigkeit eines Verblendungsporzellans, das in vitro mit unterschiedlichen Restaurationsmaterialien ermüdet wurde.

Zu diesem Zweck fertigten die Autoren 59 Musterscheiben aus Verblendungsporzellan an, indem sie auf Scheiben einer Metalllegierung auf Nickel-Chrom-Basis Verblendungskeramik schichteten. Vier verschiedene Reibkörper-Materialien ermüdeten die Porzellan-Musterstücke: Gruppe WC (Wolframcarbid) diente als Kontrolle; Gruppe FC, gepresste Leucit-Glaskeramik; Gruppe NHC, Prothesenzahn aus Nanohybrid-Komposit und Gruppe AR, ungefüllter Prothesenzahn aus Acrylharz.

Die Porzellan-Musterscheiben wurden in 4 Gruppen eingeteilt (n=14). Zum Testen der Lebenserwartung kam ein Modell mit stufenförmiger Belastung zum Einsatz. Die Wissenschaftler erzeugten „Use-level probability“-Weibull-Plots und schätzten die Zuverlässigkeit jeder Gruppe für die theoretische Ableistung von 50.000 Zyklen bei 150 N ab.

Die Auswertung ergab, dass die Gruppen mit den Prothesenzähnen aus Nanohybrid-Komposit und ungefülltem Acrylharz eine höhere Zuverlässigkeit zeigten als die Gruppen mit Wolframcarbid und Leucit-Glaskeramik.

Zwischen den Gruppen mit Wolframcarbid und Leucit-Glaskeramik beziehungsweise den Gruppen mit den Prothesenzähnen aus Nanohybrid-Komposit und Acrylharz hätten sich bei der Zuverlässigkeit jeweils keine signifikanten Unterschiede gezeigt, schildern die Studienautoren.

Ihr Fazit: Die Muster-Scheiben mit Verblendkeramik, die mit Prothesenzähnen aus ungefülltem Acrylharz und Nanohybrid-Komposit ermüdet wurden, zeigten eine höhere Zuverlässigkeit als die Musterstücke, die mit den Reibkörpern aus Wolframcarbid oder Leucit-Glaskeramik ermüdet wurden.

Alle Probescheiben der Verblendkeramik versagten mit demselben Frakturmodus, wenngleich die Oberfläche nach dem Test unterschiedliche Frakturcharakteristika bei Musterscheiben, die mit den vier unterschiedlichen Materialien ermüdet wurden, aufwiesen.

Quelle: Journal of Prosthetic Dentistry 2013;110(6):521-528;

http://www.thejpd.org/article/S0022-3913(13)00210-2/abstract



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