Klinische Ergebnisse von drei Kronensystemen mit CAD/CAM-Fertigung

Auch im Bereich der hinteren Zähne akzeptabel

COLORADO SPRINGS (Biermann) – Mit CAD- und CAM-gefertigte Restaurationen werden zunehmend populärer. Bislang sei aber die klinische Evidenz für Einzelzahnrestaurationen im hinteren Backenzahnbereich, die mit etablierten und neueren Kronenmaterialien gefertigt wurden, begrenzt gewesen, erläutern Forscher um Emily R. Batson von Pickle Prosthodontics in Colorado Springs zum Hintergrund ihrer aktuellen Untersuchung.

Nach einem speziellen Protokoll wurden 22 Personen rekrutiert, die im posterioren Bereich Vollkronen benötigten. Die Zähne wurden für eine von drei Gruppen randomisiert: Metallkeramik, Lithiumdisilikat und monolithisches Zirkon. Die Wissenschaftler wählten bei jedem Teilnehmer einen nicht präparierten oder minimal restaurierten Zahn auf der kontralateralen Seite als Kontrollzahn für gingivale Messungen aus.

Wie die Forscher im „Journal of Prosthetic Dentistry“ schildern, wurden die Zähne von einem von drei erfahrenen Zahnärzten präpariert und intraoral gescannt. Insgesamt 32 Restaurationen seien digital entworfen und entweder mit Frästechnik oder 3D-Printing und Guss mit herkömmlicher Porzellan-Applikation hergestellt worden

Batson und ihre Kollegen evaluierten die Restaurationen nach den modifizierten „United States Public Health Service“-Kriterien im Hinblick auf Kontur, Randpassung, Okklusion und Schattierung.  Das Volumen der gingivalen Sulkusflüssigkeit und Blutungen auf Sondierung wurden präoperativ erfasst sowie einen Monat und sechs Monate nach der Zementierung. Zudem erstellten die Forscher Abdrücke mit Polyvinylsiloxan vom bukkalen Rand der zementierten Restaurationen und evaluierten sie mit Mikro-Computertomographie, um die Randpassung zu beurteilen (horizontale Diskrepanz).

Insgesamt wurden zwölf Metall-Keramik-Kronen, zehn Lithiumdisilikat-Kronen und zehn Zirkon-Kronen für 22 Teilnehmer erstellt.

Die Auswertung mittels verschiedener Verfahren ergab, dass sich die Zirkon-Kronen im Hinblick auf die Okklusion signifikant von den beiden anderen Kronensystemen unterschieden (P<0,001). Bei 80 Prozent der Zirkon-Restaurationen war keine okklusale Anpassung erforderlich.

„Die durchschnittliche gingivale Sulkusflüssigkeit unterschied sich zwischen den Kronensystemen, zwischen behandelten und Kontrollgruppen sowie im Verlauf der Zeit nicht“, schreibt das Team. Die durchschnittliche horizontale marginale Diskrepanz sei zwischen Lithiumdisilikat- und Zirkon-Kronen signifikant unterschiedlich gewesen  (P=0,027), wobei Zirkon-Kronen das geringste Ausmaß an horizontaler marginaler Diskrepanz aufgewiesen hätten.

Das Fazit der Wissenschaftler: „Unter Berücksichtigung der geringen Stichprobengröße und der Grenzen der Studie hatten CAD/ CAM-generierte Restaurationen für die hinteren Zähne, die aus verschiedenen Materialien  erstellt wurden, akzeptable klinische Ergebnisse.“

Quelle: Journal of Prosthetic Dentistry 2014;112(4):770–777. dx.doi.org/10.1016/j.prosdent.2014.05.002



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