Randpassung von Kronen

Mit vollständig digitaler Fertigungsmethode besser

VANCOUVER (Biermann) – Fällt die Randpassung von Kronen besser aus, wenn sie mit digitalen „Abdrücken” und CAD/CAM-Technologie gefertigt werden oder mit konventionellen Techniken?

Ein Wissenschaftlerteam um Dr. Jonathan Ng von der University of British Columbia in Vancouver kommt nach seiner Untersuchung dieser Frage zu einem eindeutigen Ergebnis: Die vollständig digitale Fertigungsmethode führt zu einer besseren Randpassung als die konventionelle.

Zu ihren Methoden erläutern die Forscher, sie hätten den rechten zweiten maxillären Prämolaren in einem Typodont für eine Keramikkrone präpariert. Anschließend wurde der Typodont mit einem Labor-Scanner digitalisiert und die digitale Datei genutzt, um eine Replika des Oberkieferbogens aus einem monolithischen Block aus Yttrium-stabilisierten Zirkonium zu fräsen – diese diente als Meister-Modell.

Die Wissenschaftler zeichneten digitale Abdrücke des präparierten rechten zweiten maxillären Prämolaren mit einer Scanner-Einheit auf. Dann exportierten sie die Scan-Dateien als .STL-Dateien und schickten sie per E-Mail ins Zahntechniklabor. Die Dateien lieferten den Input für einen digitalen Design-Workflow für die digitale Artikulation, den digitale Wachsdruck und das Design der endgültigen Krone.

Fünfzehn Kronen wurden produziert, indem mit Computerunterstützung designte Lithiumdisilikat-Glaskeramikblöcke mit einem 5-Achsen-Fräsprozess bearbeitet wurden. Weitere 15 Lithiumdisilikat-Glaskeramikkronen wurden mit einem herkömmlichen Abdruck und der üblichen Fertigung hergestellt.

Die ursprüngliche Zirkonium-Matrize wurde vom Zirkonium-Meistermodell entfernt, um die Randpassung der Kronen zu bestimmen. Ng und seine Kollegen maßen pro Krone an 8 Stellen die Randspalte. Dabei nahmen sie insgesamt 240 Bilder auf und vermaßen sie. Wie den Ergebnissen im „Journal of Prosthetic Dentistry“ zu entnehmen ist, ergab die Vermessung der vertikalen Randpalte (Mittelwert ± Standardabweichung) für die digital erstellten Kronen 48 ±25 μm. Damit war die Randspalte der digital erstellten Kronen signifikant kleiner als die der konventionell hergestellten, bei denen der Wert 74 ±47 μm betrug.

Quelle: The Journal of Prosthetic Dentistry 2014;112(3):555–560



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