Mit Maltechnik charakterisierte Presskeramiken

Zähneputzen nur bei Leuzitglaskeramik ohne Effekt

MILWAUKEE (Biermann) – Wie wirkt sich das Zähneputzen auf die Schattierung und Oberflächenrauigkeit von extrinsisch charakterisierten Presskeramiken aus? Dieser Frage gingen Wissenschaftler um Dr. Lessly A. Garza von der Marquette University School of Dentistry, Milwaukee, in einer aktuellen In-vitro-Studie nach. Sie untersuchten eine Leuzitglaskeramik (IPS Empress Esthetic [EE]; Ivoclar Vivadent AG) und eine Lithium-Disilikat-Glaskeramik (IPS e.max Press [EP]; Ivoclar Vivadent AG). Aus beiden Materialien fertigten die Wissenschaftler jeweils 24 scheibenförmige Musterstücke (Durchmesser 10 mm, Höhe 3 mm) an.

Jedes Material bearbeiteten sie mit drei verschiedenen Methoden (n=8): nur Glanzbrand („glazed only“, G, Kontrollgruppe);  erst Malfarbenbrand und dann Glanzbrand („stained then glazed“, SG) sowie gleichzeitiger Malfarben- und Glanzbrand („stained and glazed together“, T). Die Musterstücke wurden mit einer Putzmaschine mit mehreren Plätzen unter einer Last von 1,96 N mit einer Rate von 90 Strichen pro Minute mit einer weichen, geraden Zahnbürste (Oral-B #35) und einem 1:1 Gemisch aus Zahnpasta und destilliertem Wasser geputzt.

Schattierung und Rauigkeit maßen die Forscher eingangs sowie nach 72, 144, 216 und 288 Stunden, was 3, 6, 9, und 12 Jahren simulierten Zähneputzens (zweimal täglich) entspricht. Anhand einer „Repeated Measures ANOVA” mit den Maltechniken als Fixfaktor evaluierten Garza und Kollegen Schattierung und Rauigkeit (?=0,05).

In den EE-Gruppen beobachteten die Forscher nach zwölf Jahren simulierten Zähneputzens keinen signifikanten Unterschied bei Schattierung und Oberflächenrauigkeit, ungeachtet der Maltechniken (P>0,05).

Hingegen zeigten die EP-Gruppen nach diesem simulierten Zeitraum eine signifikante Veränderung der Schattierung und der Oberflächenrauigkeit. Dabei hing die Veränderung der Schattierung von der Methode ab, mit der die Farbe appliziert wurde. So wurde eine signifikante Veränderung der Schattierung mit der EP-SG-Technik erst nach dem 9- bis 12-Jahresintervall beobachtet (P=0,047). Bei der EP-T-Technik zeigte sich hingegen ein signifikanter Unterschied in der Schattierung bereits zwischen der Ausgangssituation und simulierten 3 Jahren (P=0,005) und im 6- bis 9-Jahres-Intervall (P=0,005). Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass die Oberflächenrauigkeit nur in der EP-T-Gruppe zwischen der Ausgangssituation und simulierten 3 Jahren beeinflusst wurde (P=0,005).

„Im Hinblick auf Schattierung und Oberflächenrauigkeit der EE-Gruppe wurde nach 12 Jahren Zähneputzen kein statistisch signifikanter Unterschied gefunden – ungeachtet der Maltechnik”, bilanzieren die Autoren. Schattierung und Oberflächenrauigkeit der EP-Gruppen seien durch die Zahnputzzeit signifikant beeinflusst gewesen; lediglich die Veränderung der Schattierung sei von der Maltechnik abhängig gewesen.

Studie: The Journal of Prosthetic Dentistry, online erschienen am 14.11.2015
dx.doi.org/10.1016/j.prosdent.2015.09.013



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