Rauigkeit CAD/CAM-gefertigter Implantat-Abutments aus Y-TZP

Me-Protokoll reicht für optimale Rauigkeit nach Literaturangaben

MÜNSTER (Biermann) – Wie sollte die Oberfläche von per CAD/CAM gefertigten Implantat-Abutments aus Y-TZP am besten bearbeitet werden? Da es dazu nur wenig Informationen gibt, beurteilten und verglichen Forscher um PD Dr. Arndt Happe aus Münster 4 standardisierte Polierprotokolle für Zirkoniumdioxid mit einem Standard-Handstück und Schleifmittel. Ihr Ziel: ein Standard-Protokoll zu finden, mit dem sich eine Oberflächenrauigkeit von Ra=0,2 µm auf dentalem Y-TZP erreichen lässt.

Zu diesem Zweck fertigten die Wissenschaftler 40 Y-TZP-Musterstücke an und polierten sie nach 4 unterschiedlichen Protokollen mit den üblichen Schleifmitteln. Das Protokoll Co (für „coarse“) nutzte ein grobes Gummischleifmittel, das  Protokoll Me („medium“) das Gummischleifmittel aus Protokoll Co plus ein mittleres Gummischleifmittel, beim Protokoll Fi („fine“) kam zu diesem beiden Poliersequenzen noch ein feines Gummischleifmittel hinzu und das Protokoll UF („ultrafine“) schließlich bestand ebenfalls aus den beiden Me-Sequenzen, diesmal aber plus einer ultrafeinen Hochglanzpolitur.

Als Kontrolle (C) dienten 10 bearbeitete Titan-Scheiben. Die Messung der Rauigkeit und die Rasterelektronenmikroskopie wurden für jedes Musterstück durchgeführt. Die statistische Auswertung nahmen Happe und seine Kollegen per ANOVA mit Bonferri-Korrektur und dem (Student’s) t-Test vor (α=0,05).

Sie stellten fest, dass in den Zirkoniumdioxid-Gruppen Co  (Ra 0,29 ±0,38 µm) signifikant höhere Ra-Werte zeigte als Me (Ra 0,22 ±0,38 µm; P=0,003), Fi (Ra 0,17 ±0,37 µm; P<0,001) und UF (Ra 0,07 ±0,06 µm; P<0,001). Die Werte der UF-Gruppe waren die signifikant niedrigsten aller Zirkoniumdioxid-Gruppen (Co und Me: P<0,001, Fi: P=0,002). Hingegen waren die Unterschiede zwischen Me und Fi nicht signifikant (P=0,116).

Darüber hinaus stellten die Wissenschaftler beim Vergleich der 4 Zirkoniumdioxid-Oberflächen mit der Kontrollgruppe (C; Ra=0,17 ±0,03) signifikante Unterschiede bei Co (P<0,001) und UF (P=0,006) fest, nicht aber bei Me (P=1,000) und Fi (P=0,055).

Im Vergleich mit der optimalen Rauigkeit von Ra=0,2 µm auf Basis der Literatur zeigten sich signifikante Unterschiede für Co, Fi und UF (P<0,05), nicht aber für Me (P=0,117). Jedoch wies die bearbeitete Titan-Oberfläche (C) auch signifikant glattere Ra-Werte als 0,2 µm auf (P<0,05, t-Test).

„Eine Rauigkeit von Ra=0,2 µm auf Zirkoniumdioxid kann erreicht werden, indem das Protokoll Me befolgt wird, während eine Rauigkeit, die bearbeitetem Titan vergleichbar ist, mit dem Protokoll Fi erzielt wird“, lautet das Fazit der Studienautoren.

Quelle: Journal of Prosthetic Dentistry 2015;113(5):440–447; dx.doi.org/10.1016/j.prosdent.2014.12.005



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