Resin-Keramik CAD/CAM-Restaurationsmaterialien

Mechanische Eigenschaften auf dem Prüfstand

NEW ORLEANS/BOSTON (Biermann) – Die aktuelle Entwicklung von Polymer-basierten Fräsblöcken für CAD/CAM und die eingeschränkte Verfügbarkeit unabhängiger Studien zu diesen Materialien lassen es angemessen erscheinen, ihre Eigenschaften zu untersuchen und potenzielle Stärken und Grenzen zu identifizieren. Das schreiben Dr. Abdallah Awada von der Louisiana State University School of Dentistry, New Orleans, und Dr. Dan Nathanson von der Boston University im „Journal of Prosthetic Dentistry” zum Hintergrund ihrer aktuellen In-vitro-Studie. Darin verglichen sie die mechanischen Eigenschaften (Biegefestigkeit, Biegemodul, Elastizitätsmodul) und die Qualität der Randkanten von kürzlich eingeführten Polymer-basierten CAD/CAM-Materialien mit einigen ihrer kommerziell erhältlichen Pendants aus Komposit und Keramik.

Bei den untersuchten Materialien handelte es sich um Lava Ultimate Restorative (LVU; 3M ESPE), Enamic (ENA; Vita Zahnfabrik), Cerasmart (CES; GC Dental Products), IPS Empress CAD (EMP; Ivoclar Vivadent AG), Vitablocs Mark II (VM2; Vita Zahnfabrik) und Paradigm MZ100 Block (MZ1; 3M ESPE).

Die Wissenschaftler präparierten pro getestetem Material 25 polierte Riegel mit den Maßen 4×1×13,5 mm aus Fräsblöcken in Standardgröße. Dann unterzogen sie die Riegel einem 3-Punkt-Biegeversuch. Außerdem frästen Awada und Nathanson 42 konventionelle monolithische Kronen (7 aus jedem Testmaterial). Die Qualität der Randkanten untersuchten sie mithilfe der Makrofotografie und optischer Mikroskopie, wodurch eine qualitative visuelle Beurteilung und eine Messung der Rauigkeit möglich wurden. Die Ergebnisse analysierten die Studienautoren mit ANOVA, gefolgt vom Tukey HSD-Test (a=0,05).

Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, reichte die mittlere Biegefestigkeit der getesteten Materialien von  105 ±9 MPa (VM2) bis zu 219 ±20 MPa (CES). Für das mittlere Biegemodul wurden Werte von 8 ±0,25 GPa (CES) bis zu 32 ±1,9 GPa (EMP) ermittelt. Das durchschnittliche Elastizitätsmodul zeigte Werte von 0,21 ±0,02 MPa (VM2) bis zu 3,07 ±0,45 MPa (CES).

Bei der qualitativen Beurteilung der Rauigkeit der Randkanten sahen die Wissenschaftler Unterschiede zwischen den getesteten Materialien, wobei die Messwerte für die mittlere Rauigkeit von 60 ±16 µm (CES) bis zu 190 ±15 µm (EMP) reichten. Der Faktor Material habe einen signifikanten Effekt auf die Mittelwerte von Biegefestigkeit, Biegemodul, Elastizitätsmodul und Rauigkeit der Randkante der getesteten Prüfstücke gehabt, schreiben die Forscher (P<0,001 für alle).

 „Die Polymer-basierten Materialien der neuen Generation, die in dieser Studie getestet wurden, zeigten eine signifikant höhere Biegefestigkeit und ein signifikant höheres Elastizitätsmodul, nebst niedrigen Werten für das Biegemodul, verglichen mit den getesteten Keramik- oder Hybridmaterialien“, bilanzieren sie. Die aus den neuen Resin-basierten Blöcken gefrästen Kronen schienen erkennbar glattere Ränder zu haben als jene aus den untersuchten keramischen Materialien.

Allerdings ist der Website www.3m.com/3M/en_US/Dental/Products/Lava-Ultimate/ zu entnehmen, dass 3M ESPE Dental die Indikation für Kronen für „Lava™ Ultimate CAD/CAM Restorative“ entfernt hat, da sich die Kronen mit einer höheren Rate als erwartet dezementieren und damit nicht den hohen Ansprüchen des Unternehmens an Qualität und Leistungsfähigkeit gerecht werden (12. Juni 2015; auf Deutsch unter www.swissmedic.ch/recalllists_dl/11946/Vk_20150625_01_d1.pdf nachzulesen).

Quelle: Journal of Prosthetic Dentistry 2015;114(4):587-593; dx.doi.org/10.1016/j.prosdent.2015.04.016http://www.dlg-news.de/fortbildung/senioren-und-zahntechnik/index.html



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