Vergleich von herkömmlich und digital gefertigten Modellen

Bei Reproduzierbarkeit und Genauigkeit des gesamten Modells bewährt sich die alte Methode
 
JENA (Biermann) – Zur Genauigkeit und Reproduzierbarkeit digital gefertigter Modelle im Vergleich zu herkömmlichen nicht digitalen Methoden gibt es nur wenig von Experten begutachtete Informationen. Daher verglichen Forscher um Seniorautor Prof. Dr. Arndt Güntsch von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in einer aktuellen In-Vitro-Studie diese beiden Vorgehensweisen.

Die konventionellen Abformungen erstellten sie einseitig mit einem Vinylsiloxanether-Material von einem Typodont-Mastermodell. Die herkömmlichen Modelle wurden aus Hartgips Typ-IV angefertigt. Für die digitalen Abformungen benutzten die Forscher einen handelsüblichen Intraoral-Scanner, das virtuelle Modell wurde anschließend stereolithographisch gedruckt. 

Das Typodont-Modell und  die gefertigten Modelle wurden mit einem Streifenlichtscanner mit extrem hoher Auflösung digitalisiert und im STL-Format gespeichert. Anschließend legten die Forscher mit einer Best-Fit-Methode alle STL-Aufzeichnungen übereinander. Dabei verglichen sie die unterschiedlichen Methoden auf Diskrepanz, Genauigkeit und Reproduzierbarkeit hin. Bei der statistischen Auswertung kamen der Levene-Test  und die Varianzanalyse  zur Anwendung.
Die Studienautoren fanden zwischen den digitalen und den herkömmlichen Modellen bei Einzelzahnrestaurationen oder bei einer dreigliedrigen Brückensituation im Stumpfbereich sowie im Bereich der Präparationsgrenzen keinen statistisch signifikanten Unterschied  (P>0,05). Zwischen Brückensituation und Einzelkrone konnte ebenfalls kein statistisch signifikanter Unterschied festgestellt werden (p>0,05).

Hingegen beobachteten Güntsch und seine Kollegen  Unterschiede bei Genauigkeit und Reproduzierbarkeit bezogen auf den kompletten Zahnbogen (p<0,001). Die digitalen Abformungen  und die daraus resultierenden Modelle seien weniger genau und reproduzierbar gewesen als die herkömmlichen Abformung- und Modellfertigungsmethoden, schreiben sie.

Quelle: The Journal of Prosthetic Dentistry, online erschienen am 11.02.2015; dx.doi.org/10.1016/j.prosdent.2014.09.027



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