Digitaler versus konventioneller Workflow

Passgenauigkeit von Lithiumdisilikat-Kronen im Test

ZÜRICH (Biermann) – Wie schneiden in der Zahnerhaltungskunde digitale im Vergleich zu konventionellen Arbeitsabläufen ab? Zu dieser Frage seien vergleichende Studien nötig, schildert ein Team um Dr. Marco Zeltner von der Universität Zürich. Daher testeten die Wissenschaftler im dritten Teil einer Serie, ob sich Rand- und die Innenpassung monolithischer Lithiumdisilikat-Kronen, die mit vollständig digitalen Workflows produziert wurden, sich von jenen der Kronen unterscheiden, die mit einem herkömmlichen Workflow erstellt wurden.

Bei allen 10 Studienteilnehmern wurden 5 monolithische Lithiumdisilikat-Kronen für denselben Pfeilerzahn nach einer randomisiert generierten Sequenz produziert. Wie die Autoren schildern, kamen digitale Workflows zur Herstellung von 4 Kronen unter Einsatz der Lava-, iTero-, Cerec inLab-, und Cerec infinident-Systeme zum Einsatz. Der konventionelle Workflow habe einen Polyvinylsiloxan-Abdruck, manuelle Wachsmodellation und Hitzepresstechnik umfasst.

Die Diskrepanz zwischen Krone und Zahn registrierten die Forscher anhand der Replica-Technik mit Polyvinylsiloxan-Material. Die Dimensionen der marginalen Diskrepanz (Diskrepanzmarginal) und der inneren Diskrepanz in 4 Bereichen (DiskrepanzSchulter, Diskrepanzaxial, DiskrepanzHöcker und Diskrepanzokklusal)  beurteilten sie per Lichtmikroskopie. Zum Aufspüren von Unterschieden kam der t-Test mit Bonferroni-Korrektur zur Anwendung (a=0,05).

Es zeigte sich, dass die Diskrepanzmarginal 83,6±51,1 µm bei den Cerec infinident-Kronen betrug, 90,4±66,1 µm bei den konventionell hergestellten, 94,3±58,3 µm bei den Lava-Kronen, 127,8±58,3 µm bei den iTero-Krone und 141,5 ±106,2 µm bei den mit dem Cerec inLab-Workflow hergestellten Kronen. Die Unterschiede zwischen den Therapiemodalitäten seien nicht statistisch signifikant gewesen (P>0,05), berichten die Autoren.

Bei der DiskrepanzSchulter maßen Zeltner und seine Kollegen 82,2 ±42.4 µm bei den Cerec infinident-Kronen, 97,2±63,8 µm bei den konventionell hergestellten, 103,4±52,0 µm bei den Lava-Kronen, 133,5±73,0 µm bei den iTero-Kronen und 140,0±86,6 µm bei den per Cerec inLab-Workflow hergestellten Kronen. Lediglich die Unterschiede zwischen Cerec infinident und Cerec inLab seien statistisch signifikant gewesen (P=0,036), so die Autoren. Das Fräsen in der Praxis habe in einer weniger günstigen Kronenpassung resultiert als die Herstellung im Fräszentrum.

Ein weiterer Befund war, dass die konventionell hergestellten Kronen signifikant niedrigere Werte bei der Diskrepanz-Höcker und  der Diskrepanz-okklusal ergaben als alle mit digitalen Workflows produzierten Kronen (P<0,05).

Quelle: The Journal of Prosthetic Dentistry, online erschienen am 24. September 2016.

Den Originalbericht finden Sie hier.



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