Frakturraten monolithischer Restaurationen

Nach fünf Jahren relativ niedrig

CHAPEL HILL (Biermann) – Die Nachfrage nach keramischen Restaurationen ist aufgrund ihrer ästhetischen Eigenschaften und der hohen Kosten von Edelmetallen in den vergangenen Jahren gestiegen. Doch wie ist es um die langfristige Haltbarkeit bestellt? Da es an klinischen Langzeit-Studien fehlt und die Interpretation von In-vitro-Studien schwierig ist, wird die Haltbarkeit keramischer Restaurationen mitunter angezweifelt. Um dies näher zu klären, hat ein Team um Dr. Taiseer A. Sulaiman von der University of North Carolina School of Dentistry in Chapel Hill über 5 Jahre Daten zu Frakturen monolithischer Zirkonoxid-Restaurationen von zwei kommerziellen zahntechnischen Laboren erfasst.

Die Forscher identifizierten Restaurationen, die aufgrund eines vollständigen Versagens (Fraktur) zur Neugestaltung an das Labor eingeschickt wurden, und schlossen diese in ihre Untersuchung ein. Dabei klassifizierten sie die Restaurationen als anterior oder posterior. Dann unterteilten sie die beiden Kategorien weiter in vollständige Einzelkronen (Single Crowns; SCs) und mehrgliedrigen festsitzenden Zahnersatz (Fixed Dental Prostheses; FDPs). Um die Frakturraten zu vergleichen und zu analysieren, setzen Sulaiman und seine Kollegen einen Chi-Square-Test ein (∝=0,05).

Die Datensätze zu insgesamt 39.827 Restaurationen wurden überprüft. Darunter befanden sich 3731 anteriore Restaurationen (1952 SC; 1799 FDP) und 36.096 posteriore Restaurationen (29 808 SC; 6288 FDP). Die Gesamtfrakturrate nach bis zu fünf Jahren betrug für alle Restaurationen (anterior und posterior) 1,09 Prozent. Für alle anterioren Restaurationen lagen die Frakturraten bei 2,06 Prozent und für alle posterioren Restaurationen bei 0,99 Prozent.

Ferner berechneten die Studienautoren Frakturraten von 0,97 Prozent für anteriore SCs und 0,69 Prozent für posteriore SCs. Die kombinierte Frakturrate für alle SCs (anterior und posterior) lag bei 0,71 Prozent.

Darüber hinaus stellten sie fest, dass bei den FDPs 3,26 Prozent der Restaurationen anterior brachen und 2,42 Prozent posterior, wobei die kombinierte Frakturrate (anterior und posterior) 2,60 Prozent betrug.

„Bei einer Evaluation mit der relativ kurzen Laufzeit von fünf Jahren zeigten aus monolithischem Zirkonoxid gefertigte Restaurationen relativ niedrige Frakturraten“, bilanzieren die Autoren. Anteriore Restaurationen seien mit einer etwas höheren Rate frakturiert als posteriore Restaurationen und FDPs mit doppelt so hoher Rate wie SCs.

Quelle: The Journal of Prosthetic Dentistry, online erschienen am 11.05.2016.

Den Originalbericht finden Sie hier.



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