Wachsmodelle aus konventioneller Herstellung und CAD/CAM-Systemen

Rand- und Innenpassung der gepressten Keramikkronen im in-vitro-Vergleich

HADATH (Biermann) – Welchen Einfluss haben die Herstellungsverfahren für die Wachsmodelle auf die innere Passung und den marginalen Randspalt gepresster Keramikeinzelkronen? Dieser Frage gingen Wissenschaftler um Dr. Loubna Shamseddine von der Lebanese University School of Dentistry in Hadath in einer In-vitro-Studie an Lithium-Disilikat-Kronen nach, die entweder anhand von konventionell gefertigten Wachsmodellen oder anhand eines subtraktiv gefrästen Wachsmodells erstellt worden waren.

Shamseddine und ihre Kollegen fertigten zehn Silikonabdrücke von einem maxillären Eckzahn, der für eine Vollkrone präpariert worden war.  Zwei gepresste Kronen aus Lithium-Disilikat-Glaskeramik wurden auf der Gussform, die aus jedem Abdruck hergestellt wurde, angefertigt. Dabei erstellten die Forscher jeweils die eine Krone anhand eines konventionellen Wachsmodells und die zweite anhand gefräster Wachsblöcke.

Die Passung wurde anhand der Replica-Technik mit dem Rasterelektronenmikroskop bei 80-facher Vergrößerung gemessen. Die gesammelten Daten wurden mit dem gepaarten t-Test im Hinblick auf die marginale und die Wandpassung analysiert. Für die okklusale Passung folgte der Unterschied bei den Scores nicht einer Normalverteilung, daher kam der Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test zum Einsatz (∝=0,05).

Wie den Ergebnissen im „Journal of Prosthetic Dentistry“ zu entnehmen ist, betrugen mit der konventionellen Technik die mittleren Werte 170,35 µm (±SD 50,69) für die Randpassung und 130,28 µm (±SD 21,64) für die innere Passung. Die entsprechenden Werte lagen bei Einsatz der CAD/CAM-Technik bei 105,14 µm (±SD 39,60) bzw. 98,09 µm (±SD 26,09). Das Team um Shamseddine berechnete für die Rand- und die innere Passung, dass die Unterschiede statistisch signifikant waren (P<0,05).

Ein weiteres Ergebnis war, dass der Median (Interquartil-Werte) für die okklusale Passung  305,04 µm (269,88–334,38) für die konventionelle Herstellung und 199,04 µm (141,52–269,88) für die subtraktive Herstellung betrug (Unterschied statistisch nicht signifikant, P>0,05).

Das Fazit der Autoren lautet daher: „Die subtraktive CAD/CAM-‚Wachsmodellation‘ führte zu einer besseren Passung einer gepressten Lithium-Disilikat-Krone, indem sie die Randspalten und die innere Passung reduzierte.“

Quelle: Journal of Prosthetic Dentistry, online erschienen am 03.03.2016. Den Originalbericht finden Sie hier.



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