Berliner Unternehmen stellt Nachbildung des ursprünglichen Zahns her

Bohren, lange Wartezeiten und Beschädigung benachbarter Zähne sollen entfallen

BERLIN (Biermann) – „Replizierte“ Zähne – das Konzept der individuellen und originalgetreuen Nachbildung des ursprünglichen Zahns, das das Berliner Unternehmen Natural Dental Implants (NDI) AG entwickelt hat, klingt spannend, muss sich aber langfristig sicher noch bewähren.

Mit dem mehrfach patentierten Replicate System würden weltweit erstmals Zähne für den minimal-invasiven Zahnersatz hergestellt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Das Besondere daran sei, dass der Replicate Zahn eine individuelle und originalgetreue Nachbildung des ursprünglichen Zahns darstelle. Bohren, lange Wartezeiten und die Beschädigung benachbarter Zähne entfielen, der Replicate Zahn könne sofort nach der Entfernung des alten Zahnes eingesetzt werden. Nach vier Jahren intensiver Testphasen in Deutschland und im Ausland plane die NDI AG nun den aktiven Markteintritt in Deutschland und den USA.

Das Vorgehen: Vom zu entfernenden Zahn und dem gesamten Kiefer werden 3D-Röntgen-Aufnahmen angefertigt, auf deren Basis eine 1-zu-1-Kopie mit modernster, computergesteuerter Fertigungstechnologie hergestellt wird. Der nachgebildete Zahn besteht im Bereich der Wurzel(n) aus Titan, das Aufbauteil ist aus Zirkonkeramik, beide Materialien sind spaltfrei miteinander verbunden. Die Titanwurzel weist kleine Vertiefungen auf, in die der Kieferknochen hineinwächst. Bohren entfällt, der Replicate-Zahn wird in sein Bett (Zahnfach bzw. Alveole) implementiert und zum Schutz temporär mit einer Klebebrücke abgedeckt. Nach dem vier- bis sechsmonatigen Heilungsprozess wird das Provisorium durch eine herkömmliche Krone ersetzt.

Als Vorteile nennt NDI-Gründer Rüdger Rubbert, dass das Verfahren schonend für den Patienten sei ¬ in mehr als 95 % der Fälle träten keinerlei Komplikationen auf ¬, und dass der Zahnarzt weder teures Equipment anschaffen noch viel Zeit für eine herkömmliche Implantation in Kauf nehmen müsse. Rubbert war auch der erste Patient, bei dem das Verfahren zum Einsatz kam.

Nach vier Jahren intensiver Testphase, sechs erteilten und 13 angemeldeten Patenten für Europa und die USA möchte die NDI AG das Replicate System nun deutschlandweit und in den USA einführen. Um den Bekanntheitsgrad gleich zum Markteintritt zu steigern, führt das Berliner Unternehmen derzeit eine Finanzierungsrunde auf der Crowdinvesting-Plattform Companisto durch.

Der High-Tech-Gründerfonds (HTGF), die GUB Unternehmensbeteiligungen GmbH & Co. KgaA, die IBB Beteiligungsgesellschaft mbH und die Investitionsbank Berlin, die gemeinsam mit den Gründern bisher mit 14 Millionen Euro die NDI AG finanziert haben, hätten das Unternehmen in der jüngsten Finanzierungsrunde mit 45 Millionen Euro bewertet – das sei die höchste Unternehmensbewertung, die ein Unternehmen, das keine Immobilie ist, jemals bei einem Crowdinvestment in Deutschland erzielt habe.

Weitere Informationen zur Technologie 

Quelle: Natural Dental Implants AG, 22.08.2017



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