Keramische CAD-CAM-Restaurationen

Effekt von Putzen und Thermozyklen auf Schattierung und Oberflächenrauigkeit im Fokus

CHICAGO (Biermann) – Bislang gibt es wenige Untersuchungen zum Effekt des Zähneputzens (Brushing, B) und von Thermozyklen (TC) auf die Schattierung und Oberflächenrauigkeit keramischer CAD-CAM-Restaurationen. Daher gingen Wissenschaftler um Prof. Judy Chia-Chun Yuan von der University of Illinois in Chicago dieser Frage jetzt in einer In-vitro-Studie nach.

Konkret evaluierten sie den Effekt von B und TC auf Farbstabilität und Oberflächenrauigkeit von 90 Lithium-Disilikat-CAD-Keramik- und 90 Zirkoniumdioxidkeramik-Musterstücken. Alle Musterstücke wurden nach den Empfehlungen des Herstellers kristallisiert/gesintert, charakterisiert und glasiert.

Die Autoren teilten die Exemplare in 9 verschiedene Gruppen ein: B, TC und eine Kombination aus B plus TC (B+TC). Das Putzen erfolgte mit 50.000, 100.000 und 150.000 Zyklen, um 5, 10 und 15 Jahre in einer oralen Umgebung zu simulieren. Dies galt auch für das Thermocycling, das mit 6000, 12.000 und 18.000 Zyklen erfolgte.

Das Putzen plus TC sei mit der Kombination 50.000 B-Zyklen, dann 6000 TC-Zyklen, 10.000 B-Zyklen, dann 12.000 TC-Zyklen und 15.000 B-Zyklen, dann 18.000 TC-Zyklen erfolgt. Farbe und Oberflächenrauigkeit jedes Musterstücks wurden vor und nach allen Interventionen mit simulierten Zyklen gemessen.

Unterschiede bei den Daten zu Farbe (ΔE) und Oberflächenrauigkeit (ΔRa) analysierten die Autoren per zweifacher ANOVA, gefolgt vom „least significant difference“-Test (α=0,05). Die Korrelation zwischen ΔE und ΔRa untersuchten sie statistisch mit der Pearson-Korrelationsanalyse.

Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, führte die Intervention in den Lithium-Disilikat-CAD-Gruppen nicht zu signifikanten Unterschieden bei der Farbveränderung (P>0,05). In den Zirkoniumdioxidkeramik-Gruppen beobachteten die Wissenschaftler bei der Simulation von 15 Jahren signifikant höhere ΔE-Werte als nach simulierten 5 Jahren (P=0,017).

Vermehrte simulierte Zyklen ergaben hingegen für alle Gruppen signifikant höhere Ra-Werte. In den Zirkoniumdioxidkeramik-Gruppen führten die Putzzyklen zu signifikant glatteren Oberflächen als die TC-Zyklen (P<0,001) und die B+TC-Interventionen (P<0,001). Bei der Zirkoniumdioxidkeramik fanden die Autoren bei der Simulation von B+TC für 15 Jahre signifikant höhere Ra-Werte als in den Gruppen von B+TC für 5 Jahre (P<0,001) und B+TC für 10 Jahre (P=0,003). Zwischen Farbveränderungen und Oberflächenrauigkeit stellten sie keine Korrelation fest (Lithium-Disilikat-CAD-Keramik r=0,079; P=.462; Zirkoniumdioxidkeramik r=0,001; P=0,989)

Aus ihren Ergebnissen ziehen Chia-Chun Yuan und ihre Kollegen den Schluss, dass sowohl für Lithium-Disilikat-CAD-Keramik als auch für Zirkoniumdioxidkeramik nach allen Interventionen und simulierten Zyklen die Farbveränderungen unterhalb des ausgewählten klinisch wahrnehmbaren Schwellenwertes (ΔE=2,6) lagen. Alle Messungen der mittleren Oberflächenrauigkeit hätten unter 0,2 μm gelegen, schreibt das Team. Generell sei sowohl die Oberfläche der Lithium-Disilikat-CAD-Keramik als auch der Zirkoniumdioxidkeramik rauer geworden.

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Quelle: The Journal of Prosthetic Dentistry, 29.09.2017



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