Vergleich verschiedener Implantat-gestützter Vollprothese

Verstärkung mit Glasfaser erhöht Bruchlast

LOS ANGELES (Biermann) – Das Gelenk, das an den Extensionsbrücken-Abschnitt einer festsitzenden Implantat-gestützten Vollprothese (ICFDP) angrenzt, wird am stärksten belastet, da in diesem Bereich die Krafteinwirkung verstärkt wird. Dadurch werde es anfälliger für mechanisches Versagen, schreiben Wissenschaftler um Dr. Jack Goldberg von der University of Southern California Los Angeles zum Hintergrund ihrer aktuellen Studie.

Der Zweck dieser In-vitro-Studie bestand daher darin, die höchste „Force-to-Failure“ distal des terminalen Implantats einer mit Glasfaser verstärkten ICFDF zu evaluieren, verglichen mit jener einer konventionell erstellten Prothese.

30 ICFDPs mit bilateralen distalen Extensionsbrücken wurden angefertigt und in 3 Gruppen eingeteilt: die „not-reinforced“ (NR) Gruppe wurde ohne Verstärkung produziert, eine andere Gruppe mit Glasfaser (glass-fiber-reinforced, GR) und eine dritte Gruppe mit einem Titansteg (titanium-reinforced, TR) verstärkt.

Wie Goldberg und seine Kollegen schildern, wurden alle Musterstücke mit Schrauben auf einem standardisierten Unterkiefermodell mit 4 Implantatanaloga, eingebettet in Acrylharz, montiert. Alle Gruppen wurden mit hitzepolymerisiertem Acrylharz verarbeitet. Nach 24 h wurden die Extensionsbrücken bis zum Bruch (in N) 10 mm entfernt vom Zentrum des am weitesten distalen Implantantanalogons belastet, unter Kompression bei einer Kreuzkopfgeschwindigkeit von 1 mm/min. Die statistische Datenanalyse erfolgte mittels einfaktorieller Varianzanalyse unter Verwendung der Tukey B Post Hoc Comparison-Verfahren (α=0,05).

Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, lag die mittlere Bruchlast in der NR-Gruppe bei 1073±108 N, in der GR-Gruppe bei 1400,75±123,53 N und in der TR-Gruppe bei 1652,78±274,14 N. Statistisch signifikante Unterschiede (P<0,05) fanden die Wissenschaftler zwischen allen 3 Gruppen. Beim Vergleich der linken und der rechten Seite der getesteten Prothesen sahen sie hingegen keine signifikanten Unterschiede (P=0,595).

Das Fazit des Teams um Goldberg lautete, dass eine Faser-verstärkte ICDFP bessere biomechanische Eigenschaften bietet als eine nicht verstärkte ICDFP. Dies könne einen längerfristigen Einsatz als Interims-ICFDP ermöglichen. Jedoch habe die mit einem Titansteg verstärkte ICFDP den meisten Widerstand gegenüber einer Fraktur aufgewiesen, ergänzen die Studienautoren.

Quelle: Journal of Prosthetic Dentistry, 31.01.2017

Hier geht es zum Originalbericht

 



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