Voll- versus teilstabilisiertes monolithisches Zirkondioxid:

Effekte unterschiedlicher Behandlungen geprüft

CHAPEL HILL (Biermann) – Bei aktuellen monolithischen Zirkondioxid-Materialien, die für indirekte Restaurationen genutzt werden, handelt es sich vor allem um vollstabilisiertes Zirkondioxid mit dem Anspruch verbesserter optischer Eigenschaften, schreiben US-Forscher zum Hintergrund einer neuen diesbezüglichen Studie. Diese Restaurationen könnten sich anders verhalten als herkömmliche Restaurationen aus teilstabilisiertem Zirkondioxid, was einige der für den Restaurationserfolg erforderlichen Eigenschaften negativ beeinflussen könnte.

Um dieser Frage nachzugehen, verglichen die Wissenschaftler um Dr. Taiseer A. Sulaiman von der University of North Carolina in Chapel Hill in einer In-Vitro-Studie die Effekte von Anfärbung, Abstrahlen und künstlicher Alterung auf die Biegefestigkeit von voll- und teilstabilisiertem Zirkondioxid-Material.

Zu diesem Zweck präparierten sie Riegel-förmige Musterstücke (2×2×25 mm) aus jedem monolithischem teil- (PSZ) und vollstabilisierten Zirkondioxid(FSZ)-Material sowie einem Zirkondioxid-Kernmaterial (Kontrolle). Diese teilten sie in 6 Gruppen ein (n=8/Subgruppe): reguläres Sintern, Vakuum-Sintern, gefärbt, Abstrahlen, reguläres Sintern mit künstlicher Alterung und Vakuum-Sintern mit künstlicher Alterung.

Die Studienautoren stellten fest, dass Kontrolle und PSZ (1034 und 1008 MPa) eine signifikant höhere (P<0,05) Biegefestigkeit zeigten als FSZ (582 MPa). Das Abstrahlen verstärkte die Festigkeit von Kontrolle und PSZ (1413 und 1227 MPa) signifikant (P<0,05). Die Biegefestigkeit des FSZ wurde hingegen signifikant reduziert (442 MPa). Anfärben, künstliche Alterung und Vakuum-Sintern wirkten sich auf keine der Gruppen signifikant aus.

Aus ihren Ergebnissen ziehen die Forscher den Schluss, dass sich FSZ anders verhalten kann als herkömmliches PSZ, vor allem im Hinblick auf das Abstrahlen, welches das FSZ schwächen kann. Die Biegefestigkeit des PSZ sei fast doppelt so hoch wie die des FSZ, unterstreichen Sulaiman und seine Kollegen. Beide Zirkondioxid-Materialien hätten sich als resistent gegenüber der künstlichen Alterung erwiesen, ergänzen sie.

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Quelle: The Journal of Prosthetic Dentistry 2017; 118(2):216–220



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