Gradia direct LoFlo

„Endlich ein Flowkomposit, das hochviskös und trotzdem schrumpfungsreduziert ist“

 

Interview mit Dr. Hans-Joachim Maaß, München, über Gradia Direct LoFlo: „Ohne Prophylaxe keine ästhetische Zahnheilkunde“ – so lässt sich das Praxiskonzept von Dr. med. dent. Hans-Joachim Maaß zusammenfassen. Der Münchner Zahnarzt und Chef einer Praxis mit vier Behandlern hat schon sehr früh die Bedeutung der Prophylaxe für sich erkannt und seit 1995 zwei reine Prophylaxezimmer. „Prophylaxe ist die Basis der gesamten Zahnheilkunde; und erst, wenn das Zahnfleisch in Ordnung ist, kann ich ästhetische Behandlungen vornehmen und gute Komposit- oder Keramik-Restaurationen machen.“ Und dass sein Konzept aufgeht, zeigt die große Anzahl von zahnbewussten Patienten, die Wert auf höherwertige Versorgungen legen – zum Beispiel bei Zahnhalsfüllungen, die Dr. Maaß am liebsten mit dem hochviskösen Gradia Direct LoFlo legt.

Gradia Direct LoFlo

Gradia Direct LoFlo

Erstes lichthärtendes, fließfähiges Composite welches als echtes Füllungsmaterial angesehen werden kann.

zu Gradia Direct LoFLo


Sie verwenden seit einiger Zeit Gradia Direct LoFlo von GC. Was ist das Besondere an dem neuartigen Flowkomposit?

Sein unkompliziertes Handling und seine einzigartige Fließfähigkeit. Mit Gradia Direct LoFlo habe ich viel mehr Zeit, das Material zu modellieren und mit der Sonde zu verziehen. So erhalte ich schneller eine bessere Form und benötige weniger Schichtungen. Ein normal fließendes Komposit, wie beispielsweise Gradia Direct Flo, zerläuft sehr schnell; und so kann ich das Material zwar gut als Liner verwenden, muss aber auch immer wieder eine neue Schicht auftragen.

Bei welchen Indikationen greifen Sie auf das hochvisköse Material zurück?
Ich verwende es dort, wo ich eine bestimmte Standfestigkeit und ein bisschen mehr Zeit zum Modellieren benötige – also zum Beispiel bei Zahnhalsfüllungen. Gerade hier ermöglicht mir das Flowkomposit, ohne viel Aufwand bauchige bzw. plastische Füllungen zu legen. Ich verwende das Material auch gerne, wenn ich ein Veneer aus Kunststoff gemacht habe und eine Leiste am Schneidezahn haben möchte. Dann mache ich einen Strich mit Gradia Direct LoFlo, verziehe das Ganze etwas und erhalte so eine leichte Wölbung, die nicht gleich verläuft.

Die Ausgangssituation: An 33 und 34 sind Zahnhalsdefekte und an 35 ist ein Randspalt einer ansonsten intakten Füllung.
Zahnhalsfüllungen mit Gradia Direct Flo als Liner benetzt.
Konvexe Formgebung an 33 und 34 mit Gradia Direct LoFlo. Der Randspalt wurde ebenfalls repariert - und zwar mit Gradia Direct Flo und LoFlo.

Verwenden Sie es auch bei Knirschern?
Ja, auf jeden Fall! Gerade Zahnhalsfüllungen mache ich bei diesen Patienten nur mit der fließfähigen Variante. Da gibt es für mich nichts anderes – weil es eben eine höhere Viskosität hat und damit auch der Elastizitätsmodul etwas größer ist. Mit Gradia Direct LoFlo liegt mir ein weniger rigides Füllungsmaterial vor, das bei einer Zahnbiegung, die bei einem Knirscher ja häufiger vorkommt, nicht so leicht herausspringt.

Der Hersteller wirbt für das Produkt mit den Worten „Hohe Viskosität – niedrige Schrumpfung“. Was bedeutet das für Sie im Praxisalltag?
Das bedeutet, dass ich mir die hohe Viskosität nicht mit einer hohen Schrumpfung einkaufe. Das ist doch sonst das generelle Problem. Denn wenn ich die eine Eigenschaft in den Vordergrund stelle, macht mir die andere das meist schnell wieder zunichte. So ist es bislang so gewesen, dass die Materialien stärker geschrumpft sind, wenn sie eine höhere Viskosität hatten. Bei Gradia Direct LoFlo ist der Anteil der Monomere und der Füllerstoffe in einem trickreichen Verfahren so austariert worden, dass ich eine sehr gute Füllerqualität und trotzdem eine geringe Schrumpfung und eine gute Fließfähigkeit habe.

Wie wichtig ist Ihnen die Radiopazität des Materials? Sehr wichtig, denn im Bedarfsfall möchte ich den Nachweis haben und erbringen können, wo das Füllungsmaterial genau eingebracht wurde und wo nicht. Wenn das Material radiopak ist, dann ist das ein Faktor, der für mich als Praktiker sehr angenehm und auch beruhigend ist.

Gibt es Besonderheiten, die bei der Verarbeitung mit der Spritze zu beachten sind?
Nein, eigentlich nicht. Die kleine Spritze ist sehr angenehm und bequem im Handling. Ich kann das Material damit auch sehr gut in die entlegeneren Stellen ausbringen, zumal sich die Spitze auch ein wenig biegen lässt.

Und wie steht es um die Ästhetik des Materials?
Sind Sie mit der Farbadaption an den natürlichen Zahn zufrieden?

Der Chamäleoneffekt ist überraschend gut. Ich habe sehr viele Produkte durchprobiert; alle sprechen vom Chamäleoneffekt! Aber mit dem Gradia Direct-System habe ich wirklich die wenigsten Farbprobleme, wenn es um Standardsituationen geht. Zudem besitzt es eine hervorragende Farbabstufung. Ich habe zwar noch ein anderes Material, das ich für schwierige und sehr anspruchsvolle Restaurationen verwende, aber eigentlich immer weniger, weil die Farbe mit dem Hybridkomposit von GC frappierend gut heraus kommt.

Die Langzeitstabilität von Kompositrestaurationen hängt auch immer vom Adhäsivsystem ab. Welche Empfehlung sprechen Sie hier für das fließfähige Komposit aus?
Ich arbeite hier ausschließlich mit G-Bond – und zwar vor allem wegen der sehr einfachen Handhabung und der dadurch bedingten risikoärmeren Behandlung. Es gilt doch: Je komplizierter das Handling und je mehr Arbeitsschritte, desto schwieriger die Trockenhaltung und desto größer das Risiko, dass sich unbemerkte Ungenauigkeiten einschleichen. Kurz: Je einfacher, desto sicherer, denn so kann ich weniger Fehler machen. Und bei G-Bond habe ich das Feuchtigkeitsmanagement einfach gut im Griff.
Als ich noch mit Ätzgel gearbeitet habe, bin ich manchmal aus Versehen in Kontakt mit dem Zahnfleisch gekommen. Dadurch hatte ich viel mehr Blutungen und konnte dann wieder von vorne anfangen. Mir ist bei der Blutstillung dann förmlich die Zeit weggelaufen. Das passiert mir jetzt nicht mehr. Denn wenn ich Zahnhalsfüllungen mache, lege ich keinen Kofferdam mehr. Das bedeutet, dass ich keine speziellen Klammern mehr benötige und das Zahnfleisch auch nicht so stark zurückdrängen bzw. vorher anästhesieren muss. Wenn ich jetzt einen halben Millimeter oberhalb vom Zahnfleischrand weg bin, dann kann ich mir die ganze Kofferdam-Prozedur sparen, denn Gradia Direct LoFlo

 


 Dr. Maaß, vielen Dank für dieses Gespräch.

 

Quelle: Erschienen ZWP 9/08 beim Oemus Media Verlag

 

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