BIOPLAST®

Sportmundschutz für mehr Sicherheit im Profi- und Breitensport

 

Der Sportmundschutz für Jung und Alt

Helme beim Fahrradfahren, Ellbogen- und Knieschützer beim Inlineskating sowie Schienbeinschützer beim Fußballspielen sind heute selbstverständlich. Während auf der Skipiste noch vor wenigen Jahren Helme eine exotische Erscheinung waren, sind sie heute ein wichtiger Bestandteil der Skiausrüstung. So werden Kopf, Knie, Ellbogen und Schienbeine geschützt, aber der Mund mit Zähnen, Zahnfleisch, Zunge sowie den Weichteilen bleibt bei den meisten sportlichen Aktivitäten auch heutzutage ohne Schutz. Studien belegen, dass zirka ein Drittel der orofazialen Verletzungen beim Sport passiert. Diese könnten durch einen guten Mundschutz vermieden werden.

Verletzungen der Lippen, Wangen, Zunge sowie Kronenund Wurzelfrakturen bis hin zur Avulsion eines oder mehrerer Zähne und Frakturen des Unterkiefers lassen sich durch einen Sportmundschutz vermeiden. Während Weichteilverletzungen im orofazialen Bereich nach einem Trauma vollständig verheilen können, heilen permanent aus dem Zahnfach herausgeschlagene oder frakturierte Zähne nicht, sondern sie müssen aufwendig ersetzt werden. Die Folgen sind lebenslange Kosten.

Einen großen Anteil der Verletzungen machen Kronenfrakturen aus. Auch diese Verletzungen führen zu immer wiederkehrenden Kosten für Wurzelkanalbehandlung, Kompositaufbauten und/oder Anfertigung einer künstlichen Krone, die von Zeit zu Zeit erneuert werden müssen.

Ein Sportmundschutz kann dentale Verletzungen reduzieren bzw. verhindern. Aus einer Studie von Bemelmanns et al. geht hervor, dass das Risiko für eine Verletzung ohne das Tragen eines Mundschutzes um das 3-Fache höher ist als mit Mundschutz. Eine Statistik basierend auf 1 Million Sportverletzungen in Australien belegt, dass das Tragen eines Sportmundschutzes ca. 30 % weniger Verletzungen der Zähne und Lippen zur Folge hatte. Ebenso traten sportbedingte Verletzungen der Zunge und des Unterkiefers sowie Gehirnerschütterungen bei Verwendung eines Mundschutzes deutlich seltener auf.

Die Dämpfung und die Verteilung der Schlagenergie sind die Hauptfunktionen eines Mundschutzes, um Frakturen, Platzwunden und Bissverletzungen zu verhindern. Das Material des Mundschutzes muss folglich ausreichend elastisch zur Dämpfung und hinreichend starr zur Druckverteilung sein, um diese Funktionen erfüllen zu können.

Folgende Anforderungen sind an einen Mundschutz zu stellen:

  • Biokompatibilität
  • hohe Schutzwirkung
  • guter Halt
  • keine Beeinträchtigung der Atmung und Sprache sowie der sportlichen Leistungsfähigkeit
  • hohe Haltbarkeit
  • einfache Reinigung und Handhabung
  • mögliche Anpassung an einen wachsenden Kiefer und Tragbarkeit auch mit festsitzenden kieferorthopädischen Geräten und Zahnersatz

Auf dem Markt sind derzeit fünf verschiedene Mundschutztypen erhältlich:

1. Konfektionierter Mundschutz

Dies sind vorgeformte Kunststoffschalen, die im Mund nicht individualisiert werden können. Durch die fehlende Anpassung an die Zahnreihe ist der Sitz des Mundschutzes mangelhaft, sodass er nur durch Zusammenbeißen im Mund gehalten wird. Dies kann eine Beeinträchtigung der Atmung und der Sprache nach sich ziehen.

2. „Boil & Bite“-Mundschutz

Bei dieser Art wird eine thermoplastische Kunststoffschale in heißem Wasser erweicht und anschließend im Mund mithilfe der Finger, Zunge und durch Zusammenbeißen an den Oberkieferzahnbogen adaptiert (Abb. 1). Die Anpassung ist stark von der Fingerfertigkeit des Sportlers abhängig. Der Halt ist gegenüber einem konfektionierten Mundschutz besser, dennoch ist das Material oftmals zu dünn, um ausreichenden Schutz zu bieten.

Während des Formens kann das Material durchgebissen werden, sodass diese Stellen sehr dünn werden und somit keinen ausreichenden Schutz bieten. Allerdings gibt es auch Modelle mit Einlagen aus Kunststoff, der im kochenden Wasser nicht plastisch wird, sodass ein Durchbeißen verhindert wird (z. B. Shockdoctor®). Bei Patienten mit Brackets oder Zahnersatz mit ausgeprägten Unterschnitten lässt sich der Mundschutz zudem u. U. nach dem Anpassen nicht mehr entfernen.

3. Zwei-Komponenten-Mundschutz

Hierbei werden zwei verschiedene Materialien miteinander vermischt, in eine vorgefertigte Schale eingefüllt und anschließend vom Sportler über die Zahnreihe adaptiert. Der Vorteil dieses Mundschutzes ist, dass er im Herstellungsprozess nicht durchgebissen werden kann. Ein Nachteil ist der fehlende Einbiss des Unterkiefers. Darüber hinaus fehlt – wie auch bei den „Boil & Bite“-Mundschutzen – die Ausarbeitung im Anschluss, sodass Kanten oder Ecken vom Träger als störend empfunden werden können. Zudem ist dieser Mundschutztyp bei Sportlern mit deutlich unter sich gehenden Elementen (Brackets, Zahnersatz) kontraindiziert.

4. Individueller Mundschutz

Individuelle Mundschutze werden zumeist aus Ethylenvinylacetat (EVA) hergestellt. EVA ist nicht toxisch, elastisch, absorbiert nahezu kein Wasser und ist einfach zu verarbeiten. Zudem kann es in beliebigen Farben hergestellt werden (Abb. 2). Dafür werden nach einer Alginatabformung beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden Gipsmodelle vom Ober- und Unterkiefer angefertigt. Zusätzlich ist ein Konstruktionsbiss notwendig, um im Fixator bzw. Artikulator Einbisse für den Gegenkiefer herstellen zu können. Bei Patienten mit neutraler oder distaler Verzahnung wird in der Regel ein unimaxillärer Mundschutz im Oberkiefer eingesetzt, da bei dentalen Verletzungen in bis zu 85 % der Fälle die oberen mittleren Incisivi betroffen sind. Der Unterkiefer wird durch individuelle Impressionen im Mundschutz fixiert und somit gegen einwirkende Schläge und Frakturen geschützt. Durch den Mundschutz als elastisches Dämpfungselement zwischen den Zahnreihen sinkt zudem das Risiko von Gehirnerschütterungen. Damit werden die Unterkieferzähne ebenfalls vor Verletzungen geschützt sowie das Risiko für Kondylus- oder Schädel-Hirn-Verletzungen reduziert. Bei umgekehrter Schneidezahnrelation muss der Mundschutz im Unterkiefer eingegliedert werden. Mithilfe eines Druckformgerätes bzw. Tiefziehgerätes werden zumeist mindestens zwei EVA-Folien übereinander laminiert.

Die Dicke der Folie steht in direktem Zusammenhang mit der Höhe der Energieabsorption: Je dicker, umso größer ist der Schutz. Die Dicke des Mundschutzes lässt sich jedoch nicht beliebig steigern, da dies den Tragekomfort, die Sprache und die Atmung beeinträchtigen kann. Zur Erhöhung der Schutzwirkung kann zusätzlich ein Nylonnetz oder eine DURAN®-Einlage zwischen den Folien eingefügt werden. Die Stärke der Folien kann je nach Sportart und dem damit verbundenen Verletzungsrisiko angepasst werden. Laut Duarte-Pereira et al. hat ein individuell hergestellter Mundschutz einen besseren Halt als ein „Boil & Bite“- Mundschutz und ist zudem angenehmer zu tragen.

Des Weiteren beeinträchtigen Erstere weniger die Sprache und Atmung. Sie sind zwar teurer, aber sie sind in ihrer Haltbarkeit anderen Mundschutztypen überlegen. Dagegen weisen die konfektionierten und die „Boil & Bite“-Mundschutze Probleme beim Sprechen, beim Lippenschluss, in der Atmung und beim Schlucken auf. Infolgedessen wird der Mundschutz häufig nicht getragen. Darüber hinaus können individuelle Mundschutze vom Zahnarzt/Kieferorthopäden so gestaltet werden, dass sie trotz Wachstum, Zahnwechsel und kieferorthopädischen Apparaturen ca. 2 Jahre lang genutzt werden können.

5. Boxerschutz

Dieser individuell hergestellte Mundschutz aus Ethylenvinylacetat bedeckt gleichzeitig die Ober- und Unterkieferzähne. Er beeinträchtigt allerdings die Verständigung und wird von Mannschaftssportlern häufig abgelehnt.

 

Möchten Sie mehr erfahren? Hier können Sie den kompletten Bericht downloaden:

BIOPLAST_Sonderdruck_ZMK

 

Die Autoren:

Dr. Min-Jung Oh, Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann


 

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¹ Daten auf Anfrage

² Latta MA, Barkmeier MW J Dent Res 93 (Spec Iss A): 787, 2014

³ Kein eingetragenes Warenzeichen von DENTSPLY International, Inc.

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